KSV 1870

16.03.2020

Heimische Zahlungsmoral: Was tun, wenn Rechnungen nicht bezahlt werden?

Jeder Fünfte bezahlt seine Rechnungen zu spät. Während Bund und Länder deutlich hinterher hinken, sind Österreichs Gemeinden die Musterschüler des öffentlichen Sektors. Doch wie können sich Gemeinden vor Forderungsausfällen schützen?

71 Prozent der befragten Unternehmen bewerten laut aktueller Austrian Business Check-Umfrage zur Zahlungsmoral in Österreich des KSV1870 die heimische Wirtschaftslage positiv. Mehr noch: Rund ein Drittel möchte 2018 seine Investitionen im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Trotzdem werden österreichweit Rechnungen in jedem fünften Fall (19 %) mit Verspätung bezahlt. Dabei zeigt sich, dass der öffentliche Sektor im Vergleich zu Firmen- (29 Tage) und Privatkunden (17 Tage) Aufholbedarf hat. Insbesondere Bund und Länder hinken mit einer durchschnittlichen Zahlungsdauer von jeweils 37 Tagen zurück. Allerdings: Die Gemeinden (30 Tage) sind einmal mehr die Musterschüler der öffentlichen Hand.

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Vorarlberger sind Spitzenreiter

Offene Rechnungen werden im Westen Österreichs am schnellsten (25 Tage) erledigt. Damit liegen Vorarlbergs Gemeinden sogar innerhalb ihres durchschnittlichen Zahlungsziels von 26 Tagen und verbessern sich gegenüber 2017 um zwei Tage. Auf Platz 2: Tirol mit 28 Tagen.

Gemeinden von Zahlungsausfällen betroffen – was jetzt?

„In Österreich werden pro Jahr zumindest 1,9 Millionen Rechnungen in der Höhe von 1,35 Milliarden Euro selbst nach versendeten Zahlungserinnerungen und Mahnungen nicht bezahlt“, erklärt Walter Koch, Geschäftsführer der KSV1870 Forderungsmanagement GmbH. Davon sind häufig auch die Gemeinden selbst betroffen. Es macht daher Sinn, sich bereits im Vorfeld zu überlegen, wie ich mich als Gemeinde vor Zahlungsausfällen bei nicht-hoheitlichen Ansprüchen am besten wappnen kann. Dabei hilft auch das kleine 1×1 des Forderungsmanagements:

  • Vervollständigen Sie Ihre Kundenstämme.
  • Überprüfen Sie die Bonität nicht nur bei Neukunden und Großaufträgen, sondern auch laufend bei Bestandskunden.
  • Vereinbaren Sie Vertragsbedingungen und halten Sie diese schriftlich fest.
  • Stellen Sie Ihre Rechnungen direkt nach erfolgter Leistung.
  • Planen Sie Ihre Ein- und Ausgänge.
  • Überwachen Sie aktiv die Zahlungsziele Ihrer Kunden.
  • Verschicken Sie eine Zahlungserinnerung, sobald die Zahlungsfrist verstrichen und keine Zahlung erfolgt ist.
  • Haben Sie bereits gemahnt? Dann schalten Sie im Falle eines Zahlungsverzuges ein Inkassobüro ein.

KSV1870: Mitgliedschaft bringt Vorteile

Damit sich die Gemeinden auch in Zukunft auf ihre Kerntätigkeiten fokussieren und das vielfältige Aufgabengebiet bewältigen können, unterstützt der KSV1870 im Rahmen seiner Gemeinde-Mitgliedschaft mit einer breiten Palette an Serviceleistungen. Gleich informieren und die Vorteile genießen.

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– D. LEHNER (QUELLE: KSV)

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