Picture-Factory - Fotolia.com

Best-practice

Coronavirus

Salzburg

21.04.2020

Kooperation: Pinzgauer helfen Pinzgauern

Herausfordernde Zeiten erfordern viel Kreativität – dieser Meinung sind auch die Pinzgauer Gemeinden. Deshalb haben sie, gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Zell am See und der Wirtschaftskammer Pinzgau, eine Plattform geschaffen, die den örtlichen Betrieben in der aktuell schwierigen Situation unter die Arme greift.

Vernetzung von Angebot und Nachfrage

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele lokale Unternehmen schließen. Gleichzeitig werden in der Bevölkerung weiterhin Waren benötigt, die nicht im Supermarkt erhältlich sind. Zahlreiche Klein-Händler und Anbieter von Dienstleistungen müssen dabei zusehen, wie nun vermehrt online bei Handelsriesen bestellt wird. Die Plattform “Gemeinsam Pinzgau” vernetzt Anbieter und Kunden aus dem Salzburger Bezirk Zell am See miteinander, sichert die Versorgung in der Region und ermöglicht kleinen und mittleren Betrieben, ihre Leistungen und Waren auch in Krisenzeiten weiterhin zu verkaufen.

Anbieter von Waren können sich auf der Plattform registrieren und werden so für Interessenten sichtbar gemacht. Taxiunternehmen, und solche, die Lieferservices anbieten, registrieren sich als Lieferanten. Für Interessenten ist das Ganze besonders benutzerfreundlich gestaltet – für sie ist keinerlei Registrierung erforderlich. Die Bestellung erfolgt direkt bei den angeführten Betrieben. Die bestellten Waren werden daraufhin nach Hause geliefert.

Regionale Versorgung gesichert

“Die Plattform ist für Verkäufer und für Kunden kostenlos”, erklärt Nick Kraguljac, der Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann für den Pinzgau. Als die Plattform vor zwei Wochen online gegangen ist, habe man vor allem ein Ziel vor Augen gehabt: Die lokale Wirtschaft im Bezirk in diesen schwierigen Zeiten so gut wie möglich zu unterstützen. Und das mit Erfolg. “Aktuell haben sich schon 139 Betriebe angemeldet und seit dem Start der Plattform hatten wir über 12.000 Klicks”, freut sich Kraguljac.

Für die Gemeinden bedeutet das, dass die Versorgung in der Region sichergestellt ist, und damit gleichzeitig kleinen lokalen Unternehmen über die Runden geholfen wird. Die Bürgermeister des Bezirks waren ganz besonders darin involviert, Taxiunternehmen und Paketdienste für die Auslieferung der Waren zu rekrutieren.

Ausbau geplant

Die Plattform “Gemeinsam Pinzgau” ruft die Pinzgauerinnen und Pinzgauer dazu auf, die Vernetzungsmöglichkeit zu nutzen und besonders in schwierigen Zeiten die lokalen Betriebe im Bezirk zu unterstützen. Darüber hinaus soll die Plattform die Coronakrise aber überdauern: Eine Weiterentwicklung mit dem Schwerpunkt regionale Wirtschaft ist bereits geplant.

EMPFEHLUNGEN FÜR DICH



MEHR ZUM THEMA

Gemeinde-Post gegen Gerüchteküche

Lieferdienste: Wie die Gemeinden jetzt anpacken

Aufeinander schauen, miteinander Abstand halten

© Copyright - Kommunalnet