Natur im Garten

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02.11.2020

Unkrautvlies ja oder nein?

Im Zuge der Neuanlage oder Umgestaltung von Beeten oder Rabatten in der Gemeinde stellt sich manchmal die Frage, ob zum Schutz vor Unkräutern ein Unkrautvlies miteingebaut werden soll. Die erwünschte Wirkung ist jedoch nicht langfristig und bringt teilweise Probleme mit sich.

Unkrautvlies hat eine begrenzte Wirkungsdauer

In erster Linie sollen Unkräuter so lange unterdrückt werden, bis sich die gewünschten Pflanzen etabliert haben. Das gilt vor allem für Wurzelunkräuter, die bereits im Boden vorhanden sind. Hier ist eine Kontrolle der gelieferten Erde auf Wurzelreste wirkungsvoller. Sind vor der Pflanzung Unkräuter auf der Fläche vorhanden, muss der Boden ausgetauscht werden.  Die Keimung von anfliegenden Samen in den Pflanzflächen wird durch ein Vlies jedoch generell nicht verhindert, weil diese oberhalb des eingebauten Vlieses aufkeimen!

Nach einiger Zeit sammeln sich Staub und dadurch auch Nährstoffe und Samen an der Oberseite des eingebauten Vlieses an. Wenn diese Samen keimen, verwurzeln sie mit dem Vliesgewebe, was das Jäten unmöglich macht, ohne dabei das Vlies mit herauszuziehen! Bei Baumsamen (z.B. Ahorn, Birke, Esche) ist das Entfernen der Keimlinge besonders mühselig!

Bodenvorbereitung ist das Um- und Auf

Die Empfehlung ist daher, bei Neupflanzungen ohne Unkrautvlies und mit guter Bodenvorbereitung zu starten. Die Alternative wäre eine oberflächliche Abdeckung zur Unterdrückung von Unkräutern durch natürliche Mulchmaterialien (Hackschnitzel, Hanfschäben, Elefantengras…) oder die Verwendung von verrottbaren Vliesalternativen wie z.B.: Mulchkarton oder Unkrautschutzmatten aus z.B. 100% Hanf.

Als weitere Möglichkeit Unkraut zu unterdrücken, wären mineralische Mulchmaterialien wie (Splitt, Kies oder Schotter) zu nennen. Die Bepflanzung sollte aber so ausgeführt werden, dass vom Mulchmaterial möglichst wenig zu sehen ist – Gestein heizt sich nämlich auf. Für ein angenehmes Klima sollte es daher im Sommer möglichst vollständig von Pflanzen bedeckt sein. Kantkorn ist besser als Rundkorn, denn es verdichtet weniger leicht. Auch Rollschotter eignet sich nicht so gut. Im öffentlichen Bereich hat sich eine 5-7 cm Schicht aus Kantkorn 8/16 (Edelsplitt) bewährt.

Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie beim Grünraumservice am “Natur im Garten” Telefon unter 02742-74 333 sowie gartentelefon@naturimgarten.at

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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