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26.01.2021

Regenwassermanagement in Ober-Grafendorf

Durch regionale Strategien zum nachhaltigen Wassermanagement und zur Begrünung zeigt die Gemeinde der Kleinregion Pielachtal vor, wie sie den Siedlungsraum gegen Starkregenereignisse und lange Trockenperioden wappnet.

Das Projekt „Ökostraße“ in der Buchenstraße in Ober-Grafendorf entstand 2015 in Zusammenarbeit mit der Gärtnerei Anton Rath, der Zenebio GmbH (Draingarden©), der Universität für Bodenkultur Wien und der Marktgemeinde Ober-Grafendorf mit Bürgermeister Handlfinger. Die 100 Meter lange Wohnstraße im neuen Siedlungsgebiet zeichnet sich durch innovative Technologien zum Regenwassermanagement als zukunftsfähiges Vorzeigeprojekt für Gemeinden aus.

Niederschlags- und Oberflächenwasser von der Straße versickert vor Ort in Pflanzbeeten, die mit Spezialsubstrat befüllt wurden. Dort wird das Wasser gespeichert und bleibt auch für längere Trockenperioden pflanzenverfügbar.

Für die Bepflanzung der Ökostraße wurden mehrjährige Stauden und Sträucher so ausgewählt, dass ganzjährig ein Blühangebot für Insekten gegeben ist. Ökologisch wertvolle Straßenbäume wurden gepflanzt und demnächst finden auch die für die Region bekannten Dirndl-Sträucher Platz zum Wachsen.

Einmal pro Jahr werden die Sträucher und Stauden zurückgeschnitten – der Pflegeaufwand ist gering. Aufwand und Kosten der Bewässerung der Beete können zusätzlich eingespart werden.

Mehr Grün und weniger asphaltierter Anteil im verbauten Gebiet bedeutet erhöhte Verdunstung, aktive Kühlung der Umgebungsluft und somit eine Verbesserung des Mikroklimas und der Luftqualität für die Anrainer.

Bei Starkregenereignissen versickert außerdem viel Wasser in diesen Beeten, wodurch das Hochwasserrisiko reduziert und das Kanalsystem im Ort entlastet wird.

Ein weiterer Vorteil der Filterwirkung des Spezialsubstrates: Oberflächenwasser gelangt sauber ins Grundwasser. Die Gemeinde erspart sich somit die Regenwasserreinigung in der Kläranlage.

Das bringt das „Ökostraßen“-Netzwerk

Die wechselseitig angelegten Pflanzbeete am Straßenrand tragen nicht nur zu einem gesteigerten ästhetischen Wert und zu mehr Biodiversität im Siedlungsraum bei. „Durch den größeren Straßenquerschnitt auf den fertiggestellten neuen Straßen entstanden verschwenkte Fahrbahnen. Dadurch ergeben sich automatisch reduzierte Fahrgeschwindigkeiten im Straßenverkehr – so der begeisterte Bürgermeister Handlfinger. Durch die stufenweise Erweiterung von Draingarden© Flächen entlang aller neu gebauten Straßen profitieren also immer mehr BewohnerInnen in Ober-Grafendorf von einer natürlich und bunt gestalteten Umgebung.

 

Mehr Informationen erhalten Sie beim Grünraumservice von „Natur im Garten“: Telefon 02742/74333 oder https://www.naturimgarten.at/gemeinde

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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