Damit gefährdete Arten geschützt werden, genügt es nicht Gebiete unter Naturschutz zu stellen. Um die Vielfalt zu sichern, muss auch öffentliches Grün Wesentliches dazu beitragen.

Wichtig für gefährdete Tiere und Pflanzen sind Vernetzungselemente. Können Tierarten zwischen Biotopen wandern, kann ein Austausch von Erbinformation stattfinden, was Populationen langfristig sichert. Solche Lebensräume können in öffentlichen Grünräumen entweder neu angelegt, oder im Bestand ergänzt werden.
Die ersten „Schau-Lebensräume“ in Tattendorf wurden bereits errichtet oder sind in Bau und frei zugänglich. Sie vermitteln ab sofort das Know-how für Gestaltungen in der eigenen Gemeinde. Trittsteinbiotope entstehen auch in Pfaffstätten im Bezirk Baden. Ein Wildblumenstreifen beim Naturspielplatz Gfangl ist unter Begleitung des „Landschaftspflegevereins“ mit lokalem Saatgut angelegt worden. Themenbeete im Siedlungsgebiet folgen in diesem Frühjahr. Biologin und „Natur im Garten“ Schaugärtnerin in Pfaffstätten Christina Wiesmann sagt mit Überzeugung: „Es gibt keinen Platz, wo nichts wächst. Gerade Standorte, die landläufig als schwierig eingestuft werden, beispielsweise Trockenstreifen haben großes Potential!“ Gottesanbeterin und andere Spezialisten für solche Trockenbiotope, wie die Östliche Smaragdeidechse (Bild1) werden bald einziehen.
Trumau fördert Wildbienen und andere Bestäuber im Ortszentrum. Um die Wildbienen im zeitigen Jahr zu ernähren, wurden entlang des Baches Strauchweiden gepflanzt. Durch zeitliche Umstellung der Mähabschnitte werden neue Bereiche für Insekten und Puppenstuben für Schmetterlinge geschaffen; auch ein Lavendelfeld ziert den Park.
Heuer erscheint ein Leitfaden sowohl für Gemeinden als auch für Private. Kostengünstige Artenschutzelemente wie Käferkeller oder Reptilienburg werden darin abgebildet und erklärt.

Das Projekt „Living Gardens“ ATHU 152 wird in der grenzüberschreitenden Region südlich von Wien und westlich des Plattensees umgesetzt und wird vom Regionalfonds der Europäischen Union finanziert.

Nähere Informationen unter https://www.naturimgarten.at/eu-projekt-living-gardens.html

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

 

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