16:24 Uhr  //  KW 16  //  Freitag, 18. April 2014  //  52 Kollegen online

Der EFF fördert Projekte, die zur erfolgreichen Asylpolitik beitragen. ©globehopper - Fotolia.com

Vom Deutschkurs zur Integration. ©frauenausallenlaendern.org

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Asyl und Integration

Acht Millionen Euro warten auf vorbildliche Projekte

Die aktuelle Lage in Mali oder Syrien zwingt viele Menschen aus ihren Heimatländern zu fliehen. Auch nach Österreich. Die Gemeinden tragen dazu bei, den heimatlosen Massen zu helfen. Lassen Sie sich dabei unter die Arme greifen.

Die soziale Lage im Grazer Bezirk Puntigam ist nicht einfach. Oft entluden sich bestehende Spannungen an den Asylwerbern, die im Flüchtlingsquartier untergebracht sind. 2012 stellte die Caritas deshalb ein Projekt auf die Beine, das die Menschen einander näher bringen sollte. Mit interkulturellen Workshops und Veranstaltungen baute man Vorurteile ab uns sicherte ein besseres Zusammenleben.

"Wir haben Kochworkshops veranstaltet. Die Menschen aus unserer Unterbringung haben mit den Puntigamern afghanische und afrikanische Gerichte zubereitet. Das wurde sehr positiv aufgenommen. Mit Essen und Trinken kann man die Leute sowieo sehr gut ansprechen", weiß Sabina Džalto, Leiterin der Flüchtlingsunterbringung der Caritas. Jugendliche begannen sich für Flüchtlingsarbeit zu interessieren, Ältere bauten ihre Berührungsängste ab. Viele Sachspenden gingen ins Haus ein und die Lage in Puntigam beruhigte sich enorm.

Buntes Zusammenleben in Österreich

"BUNT – BUNTER – P(B)UNTIGAM", so der Name des Projekts, wurde vom Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF) kofinanziert. In ganz Österreich ermöglicht der EFF die Realisierung verschiedener Projekte, die allesamt dieselben Ziele haben. Unter anderem soll der interkulturelle Austausch zwischen den Ortsansässigen und den Asylwerbern gefördert, Flüchtlinge psychologisch betreut sowie beim Asyl-Verfahren unterstützt werden. Der EFF übernimmt bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten eines Projekts.

Deutsch zu lernen ist zwar schwer, ...

... mit Kindern aber noch viel mehr. Das Tiroler Projekt "Frauen aus allen Ländern" ermöglicht drittstaatsangehörigen Frauen, die es sich nicht leisten können, deutsch zu lernen. Zusätzlich werden in den Kursen unter anderem Frauenrollen und gewaltfreie Erziehung diskutiert sowie Kinder kostenlos betreut.

Möglich machte dieses Projekt der Europäische Integrationsfonds (EIF), der ähnliche Projekte mit bis zu 75 Prozent kofinanziert. Als förderungswillig werden jene Projekte erachtet, die es neu zugewanderten Personen einfacher machen, sich in den gesellschaftlichen, kulturellen und beruflichen Alltag zu integrieren.

Was ist bis wann zu tun?

Der EFF ist insgesamt mit 825 Millionen Euro dotiert, Österreich wird davon fünf Millionen zugesprochen. Vom 628 Millionen Euro umfassenden EIF erhält Österreich mittlerweile knapp drei Millionen.

Bis zum 3. Mai 2013 besteht die Möglichkeit, Anträge für Ihr einjähriges Projekt beim Bundesministerium für Inneres einzureichen. Alle Projektvorschläge sind sowohl per E-Mail (BMI-III-8-a[at]bmi.gv.at) als auch per Post (Bundesministerium für Inneres, Referat III/8/a Flüchtlings- und Integrationsförderung, Minoritenplatz 9, 1014 Wien) in zweifacher Ausfertigung einzubringen.

Sämtliche zur Einreichung Ihrer EFF- oder EIF-Projekte notwendigen Formulare finden Sie in der linken Box verlinkt. Sowohl Hr. Mag. Eike Neuer (01/53126 2793) als auch Hr. Mag. Gernot Baumann (01/53126 2723) stehen Ihnen als Ansprechstellen für weitere Fragen bezüglich beider Fonds zu Verfügung.

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