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Nach 31 Jahren in der Gemeindepolitik möchte Josef Staut die Führungsverantwortung in jüngere Hände legen. Am 17. Juli 2017 wird neu gewählt. (Bild: ZVG)

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119 GR-Sitzungen - nur eine versäumt

Nach nunmehr 31 Jahren in der Gemeindepolitik - davon vier Jahre als Gemeinderat, fünf Jahre als Vizebürgermeister und 22 Jahre als Bürgermeister - ist es für Josef Staut an der Zeit für einen Generationswechsel in der Gemeindeführung. Mit 15. Juli 2017 wird er sein Amt als Bürgermeister und sein Gemeinderatsmandat zurücklegen und die Führung der niederösterreichischen Gemeinde Großengersdorf in jüngere Hände legen.

Rückblick auf die Zeit in der Gemeinde

Auf die Frage, welche Pläne er denn für die Zukunft habe, antwortete der neue "Altbürgermeister" schmunzelnd: "Naja das Leben genießen, was will man denn Anderes machen mit knapp 70 Jahren?" Nun führt erstmal Vize-Bürgermeister Christian Helmer die Geschäfte bis zur Wahl weiter.

Den Weg in die Gemeinde hat Josef Staut schon 1986 mit der Angelobung zum Gemeinderat eingeschlagen. Vier Jahre später wurde er Vizebürgermeister der 1.430-Einwohner Gemeinde, worauf fünf Jahre später die Wahl zum Bürgermeister folgte. Insgesamt war er bei 119 Gemeinderatssitzungen, wobei er nur bei einer krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Verwirklichung vieler Projekte

Der Altbürgermeister blickt stolz auf die 31 Jahre zurück, in der er in der Gemeinde viele Vorhaben verwirklichen konnte. "Der Kindergarten war sicher ein großes Projekt, eines das mir besonders am Herzen gelegen ist", erzählt Staut. "Wir hatten ja bis dahin nur eine provisorische Kindergartengruppe." Heute steht ein neuer und gut ausgestatteter Platz für die Kinderbetreuung zur Verfügung. Außerdem wurde die Volksschule modernisiert und ein Turnsaal gebaut.

Unter seiner Leitung konnte der Windpark Großengersdorf mit fünf Anlagen seinen Betrieb aufnehmen und für die gemeindeeigenen Gebäude, die im Hinblick auf die thermische Isolierung auf dem neuesten Stand sind, wurden Photovoltaikanlagen installiert. Damit setzte Staut ein Zeichen für eine auf erneuerbare Energiequellen ausgelegte Energiepolitik in der Gemeinde. Eine seiner letzten Handlungen als Bürgermeister war es, die Kaufveträge für das neue Siedlungsgebiet zu unterschreiben. "Sodass für unsere Jugend auch in Zukunft Bauplätze zur Verfügung stehen", betont Staut.

Pläne für die Zukunft

Er werde sich weiterhin, um das Ansehen der Gemeinde bemühen, sagt der ehemalige Bürgermeister. Als Obmann der Dorferneuerung will er zukünftig das Projekt zur Ortsverschönerung unterstützen, das sein Nachfolger bereits angekündigt hat. Am 17. Juli 2017 wird der neue Bürgermeister der Gemeinde Großengersdorf gewählt. Zur Wahl stellt sich der Vizebürgermeister Christian Helmer, dessen Nachfolge wiederum soll Christian Hirschvogl antreten, der momentan im Gemeinderat tätig ist. Am Tag der Gemeinderatssitzung, in der Stauts Nachfolger gewählt wird, ist er auch schon im Einsatz: "An diesem Tag begleite ich eine Wallfahrt nach Mariazell."

"Ich bedanke mich bei allen Großengersdorfern für die gute Zusammenarbeit in den letzten 22 Jahren und wünsche der Gemeinde, dem neuen Bürgermeister, dem Vizebürgermeister und dem Gemeinderat alles Gute für die Zukunft", schreibt Staut in einem abschließendem Brief an die Bürger.

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