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Der Ex-Buchhalter einer Gemeinde aus dem Bezirk Schärding wurde wegen Veruntreuung zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt. Er möchte den Schaden wiedergutmachen, beteuert sein Verteidiger. © photocrew - Fotolia.com

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Chronik

32.000 Euro veruntreut - bedingte Haft für Ex-Gemeindebuchhalter

Von 2006 bis 2014 soll ein Buchhalter insgesamt 60.000 Euro an Gemeinde- und Feuerwehrgeldern zugunsten des örtlichen Fußballklubs veruntreut haben. Während das Gericht bei den Feuerwehrgeldern keine Schuld feststellte wurde er für die Veruntreuung der 32.000 Euro Gemeindegelder zu zehn Monaten bedingter Haft rechtskräftig verurteilt.

Die Veruntreuung von Gemeindegeldern führte einen ehemaligen Buchhalter vor das Landesgericht Ried, wo er am 2. Februar rechtskräftig zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt wurde. Der Mann wurde beschuldigt, von 2006 bis 2014 insgesamt 60.000 Euro an Gemeinde- und Feuerwehrgeldern veruntreut zu haben.

"Riesen Blödsinn"

Mit dem Geld wollte der Beschuldigte dem örtlichen Fußballverein, bei dem er ab 2006 als Sektionsleiter tätig war, finanziell unter die Arme greifen. Der Fußballklub dürfte finanzielle Schwierigkeiten gehabt haben. Dass er knapp 32.000 Euro von einem Gemeindekonto der Kläranlage unerlaubterweise verwendet hatte, bestritt der Angeklagte vor Gericht nicht. Er habe dem Verein lediglich zur Überbrückung helfen wollen. "Es war ein riesen Blödsinn", gab er laut Oberösterreichischen Nachrichten vor Gericht zu.

Gericht: Kein Schaden für die Feuerwehr

Den Schaden in Höhe von 30.000 Euro, der der Feuerwehr entstanden sein soll, bestritt der Angeklagte allerdings. Das Gericht gab ihm Recht, denn die Richterin persönlich hatte sich durch alle Rechnungen gearbeitet. "Ich komme zu dem Ergebnis, dass der Feuerwehr kein Schaden entstanden ist", so Richterin Claudia Lechner. Die Richterin ging sogar davon aus, dass ein Überschuss von knapp 19.000 Euro vorliegt.

Der lange Tatzeitraum bei der Veruntreuung der Gemeindegelder wurde dem Angeklagten allerdings schon zur Last gelegt, wodurch das Urteil zehn Monate bedingt zustande kam. "Mein Mandant wird den verursachten Schaden wiedergutmachen. Er hat sich bis zu dieser Dummheit nichts zu Schulden kommen lassen und hat sich nie persönlich bereichert", wird der Verteidiger in den Oberösterreichischen Nachrichten zitiert. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Dem Fußballverein haben die veruntreuten Gelder übrigens wenig geholfen, er spielt nach wie vor in der untersten Spielklasse.

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