04:52 Uhr  //  KW 33  //  Donnerstag, 13. August 2020  //  0 Kollegen online

Das Carl Hermann Haus in Gmünd

VIDEO

LINKS

DOWNLOADS

Mehr zum Thema

Drucken   EMail

50-Jahr-Jubiläum

50 Jahre Nord-Süd-Weitwanderweg von Carl Hermann

Der südsteirische und waldviertler Bildhauer, Künstler und Kulturschaffende Carl Hermann hat 1970 den ersten österreichischen Weitwanderweg geschaffen. Dieser verläuft von Gmünd (NÖ) bis Eibiswald (Stmk) und erstreckt sich auf einer Länge von 513 Kilometern. Im heurigen Jahr wird das 50-jährige Jubiläum der Eröffnung gefeiert. Dem "Vater des Weitwanderns" zu Ehren wurden erst kürzlich ein Granitmonolith, die Carl Hermann Nord-Süd-Weg Stele, vor dem Carl Hermann-Haus in der Blockheide und am Nebelstein aufgestellt. Auch eine Ausstellung im Carl Hermann-Haus, die noch bis 16.8.2020 läuft, dokumentiert aktuell das Leben und Schaffen vom "Südweg Hermann".

Carl Hermann, geboren am 28. Oktober 1918 im südsteirischen Wies, verschlug es nach dem zweiten Weltkrieg in seine zweite Heimat nach Gmünd ins Waldviertel. Dort arbeitete und lebte er als Bildhauer, Künstler und Kulturschaffender. Während seiner Arbeit an einer Granitplastik musste Carl Hermann wieder einmal an seine alte Heimat denken. Dabei kam ihm folgende Idee: "Wie wäre es, wenn ich zu Fuß vom neuen Zuhause in die alte Heimat wandern würde"?  Aus der Idee ist der heutige Nord-Süd-Weitwanderweg 05 von Gmünd bis Eibiswald entstanden.

Carl Hermann, Gründer des Nord-Süd-Weitwanderweges 05

Aus seinem handwerklichen Schaffen heraus, reiht er entlang des Weitwanderweges Werke, wie Perlen an einer Schnur, aneinander. Darunter den kubusartigen Weitwanderstein mit Edelweiß am Nebelstein, einen Granitquader am Erlaufsee, das Fernwanderwegekreuz am Seebergsattel, die Pauluskapelle mit der überlebensgroßen Plastik des Heiligen Paulus auf der Weinebene – sie soll schließlich die letzte Ruhestätte Carl Hermanns werden –, das Krainer-Denkmal und den "Schlussstein" in Eibiswald.

Der Weg ist das Ziel

In seinem Buch "Der Weg ist das Ziel" gelingt es dem "Südweg Hermann", unzählige Aspekte seiner Umwelt aufzuspüren und eine Kulturgeschichte entlang des Nord-Süd-Weitwanderweges 05 greifbar zu hinterlassen. Er wird für einige Zeit der meist begangene Wanderweg in Österreich und ist in ein europäisches Weitwanderwegenetz eingebettet.

Leben und Wirken des Carl Hermann

Seine Werke, zu denen das Heidemännlein in Gmünd, der Berggeist in Leoben, sein Hinterglas-Kreuzweg und viele andere Arbeiten zählen, die im öffentlichen Raum, aber auch bei privaten Sammlern stehen, haben ihren Ursprung im Außen- und Innenatelier des Carl-Hermann Hauses in Gmünd. Dieses steht im Besitz von Anna und Andreas Nödl, die im Sommer 2019 erstmals in einer öffentlichen Ausstellung Einblicke in das Leben und Schaffen von Carl Hermann gaben.

Jubiläums-Ausstellung noch bis 16. August in Gmünd

Aktuell gibt es noch bis 16. August 2020 kostenlos jeden Samstag von 13h bis 17h und Sonntag von 11h bis 17h die Möglichkeit, eine Ausstellung rund um das Leben und Wirken von Carl Hermann anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Nord-Süd-Weitwanderweges 05 zu besuchen.

Mehr Informationen unter: www.carlhermann.at

LOGIN / NEUANMELDUNG >

 

Benutzername:

Passwort:

 

Neuanmeldung als:

Einzelperson

Gemeinde/Verband