08:07 Uhr  //  KW 50  //  Samstag, 16. Dezember 2017  //  10 Kollegen online

Walter Wieseneder ist als Bürgermeister und zugleich im familiären Schweinezuchtbetrieb tätig. (Bild: ZVG)

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"Anreiz für ein Leben in Bergland geben"

Die niederösterreichische Gemeinde Bergland hat einen neuen Bürgermeister, den 48-jährigen Walter Wieseneder. Altbürgermeister Franz Wieser hat sich nach 32 Dienstjahren mit 31. August 2017 in den wohlverdienten Ruhestand begeben. Wieseneder wurde am 8. September 2017 zum neuen Bürgermeister der 1.900-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Melk gewählt.

Zusammenlegung zur Gemeinde Bergland

Der ÖVP-Altbürgermeister Franz Wieser zeigte Engagement für die Anliegen der Gemeinde. Deshalb erzielte er auch eine hohe Beliebtheit in der Bevölkerung, was sich anhand der Vorzugsstimmen an den Wahlurnen erkennen ließ. Sein wirtschaftliches Handeln wird als sparsam und nachhaltig beschrieben. 

Als besondere Leistungen in seiner Amtszeit gelten der flächendeckende Kanal- und Wasserbau, die Verkabelungen von Strom und Telefon, als auch zahlreiche Betriebsansiedlungen in Bergland. Am 21. Oktober 2017 wird die Abschiedsfeier des Altbürgermeisters Wieser in der Berglandhalle stattfinden.

Übernahme des elterlichen Betriebes

Der neue Bürgermeister Wieseneder besuchte nach der Volks- und Hauptschule die landwirtschaftliche Fachschule in Gießhübl. Nach der landwirtschaftlichen Facharbeiterprüfung machte er eine Zweitlehre als Forstfacharbeiter und legte 1991 die landwirtschaftliche Meisterprüfung ab.

Im Jahr 2002 übernahm der Vater dreier Kinder, gemeinsam mit seiner Frau Eva, den elterlichen Betrieb in Kendl in der Gemeinde Bergland. Im Sommer 2017 ist der jüngste Sohn Johannes in diesen Schweinezucht- und Schweinemastbetrieb miteingestiegen. "Es ist nicht leicht beide Aufgaben zu managen, deshalb ist mein Sohn nach seinem Präsenzdienst eine wichtige Hilfe im Betrieb", so Wieseneder.

Neben den beiden beruflichen Aufgaben genießt es der 48-Jährige zu wandern, Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen oder sich bei Thermenaufenthalten zu entspannen. Seine Familie unterstützte von vornherein, dass er für das Amt des Bürgermeisters kandidierte. "Meine Familie hat sich sehr für mich gefreut", erzählt Wieseneder.

Mitglied des Bauernbundes

Der Einstieg in die Politik geschah im Jahr 1995 als er in den Gemeinderat von Bergland gewählt wurde. Dem folgte 2005 die Tätigkeit als Vorstandsmitglied und 2015 das Amt des Vizebürgermeisters. Der Familienvater übernahm schon immer gerne die Verantwortung bei verschiedenen Tätigkeiten wie beispielsweise als Schulsprecher in der landwirtschaftlichen Fachschule, als Landjugendleiter, Gruppenkommandant und später als Jugendführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Petzenkirchen-Bergland. 

Als Mitglied des Bauernbundes bekleidet Wieseneder außerdem nach wie vor die Funktion als Ortsbauernrat in der Ortsgruppe Landfriedstetten. Die nächsten Projekte in der Gemeinde Bergland werden sich damit beschäftigen, die brachliegenden landwirtschaftlichen Gebäude sinnvoll nachzunutzen, als auch das große Güterwegenetz der Gemeinde zu erhalten. "Mein großes Anliegen ist es vor allem jungen Leuten den Anreiz für ein Leben in der Gemeinde Bergland zu geben. Jeder junge Mensch soll die Gelegenheit haben hier eine Heimat für die Zukunft zu finden", so der neue Bürgermeister.

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