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Abgesenkte Bordsteine zur Entwässerung. Vorsicht aber bei hohem Salzeintrag! © Andreas Steinert

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"Natur im Garten" Tipp

Bäume zum Kleinklimaschutz: Pflanzgruben für Bäume

Um Hitze in Siedlungsgebieten erträglich zu halten ist die beste Maßnahme das Pflanzen von Bäumen. Doch oft leiden diese nach wenigen Jahren und nur selten werden Straßenbäume in unseren Gemeinden älter als 30 Jahre. Doch erst ab einem Alter von etwa 20-30 Jahren beginnt die klimawirksame Funktion des Baums durch Beschattung, Luftkühlung und Feinstaubfilterung erst richtig. Grund genug also sich Gedanken zu machen, wie ein Baum am Besten alt werden darf.

Und das beginnt, steht und fällt mit der Pflanzung und dem zur Verfügung stehenden Wurzelraum. Dass die gleiche Masse, die der Baum an der Oberfläche zeigt auch unterirdisch gebildet wird stimmt nicht immer, aber mindestens ein Drittel bis die Hälfte des sichtbaren Baums als Wurzelmasse kann angenommen werden. Doch so viel Raum steht den meisten Bäumen nicht zur Verfügung. Und dann sterben sie frühzeitig ab.

Platz da! Ich will ein Baum werden!

Es sei besser einen € 200,- teuren Baum in eine € 500,- teure Pflanzgrube zu geben, als umgekehrt! Deshalb veranschlagen Sie bei der Planung ausreichend Pflanzraum. In größeren Städten werden als Mindestraum zur Durchwurzelung 12 m³ pro Großbaum veranschlagt. Unter 9 m³ geht es gar nicht und manche gehen sogar von 16 m³ aus. Es ist besser weniger Bäume, diese dann aber richtig und mit ausreichend Platz zu pflanzen. Auch die Pflege für den Anwuchs verkürzt sich mit der Größe der Pflanzgrube, da mehr Feuchtigkeit gespeichert werden kann. Selbstverständlich spielt auch der verwendete Boden, das Substrat, eine wichtige Rolle. Und hier muss unterschieden werden.

Baumscheiben zur Straßenentwässerung?

Die Universität für Bodenkultur empfiehlt „großporiges, gut wasser- und luftleitendes, verdichtungsstabiles und mit den notwendigen Nährstoffen“ ausgestattetes Substrat mit etwa 10 % Ton und Schluff, 55 % Sand und ca. 35 % Kies / Schotter. Zur Baumgesundheit empfehlen wir auch einen Humusanteil von etwa 4-6% und nur etwa 5 % Ton und Schluff. Zusätzlich eingebrachte Mykorrhizapilze können die Stresstoleranz des Baumes erhöhen. Werden die Baumscheiben zur Entwässerung der Straßen genutzt müssen durchlässigere Spezialsubstrate verwendet werden.

Mehr Information bei “Natur im Garten” unter der Telefonnummer 02742-74333 oder www.naturimgarten.at/gemeinden

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