03:40 Uhr  //  KW 50  //  Sonntag, 16. Dezember 2018  //  2 Kollegen online

Noch bis Sommer 2018 kann über die beste Bürgermeisterin der Welt abgestimmt werden. ©Fotolia.com/Rawpixel

Christine Oppitz-Plörer, Bürgermeisterin von Innsbruck, ist bis jetzt die einzig Nominierte aus Österreich. ©Fotowerk Aichner/Stadt Innsbruck

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World Mayor

Beste Bürgermeisterin der Welt gesucht

Alle zwei Jahre wird der World Mayor, also der oder die beste Bürgermeister/in der Welt ermittelt. Heuer sind nur Frauen nominiert, um ihre Präsenz in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Erfahren Sie hier, wie Sie mitmachen und voten können.

In der eigenen Gemeinde würde viele von "ihrer" Bürgermeisterin oder "ihrem" Bürgermeister behaupten, dass diese/r der oder die weltbeste ist. Bei der Wahl zum "World Mayor" kann dies auch objektiv bewiesen werden. Allerdings gibt es heuer eine Besonderheit.

Nur Frauen nominiert

Seit 2003 wird der Preis, der vor allem außerordentliche Leistungen von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern würdigt, verliehen. Die ersten drei Jahre jährlich, seit 2006 alle zwei Jahre.

Dieses Jahr gibt es allerdings eine gravierende Änderung: Es sind ausschließlich Frauen nominiert und das aus gutem Grund. Wie eine Studie der City Mayors Foundation herausfand, liegt der weltweite Anteil an weiblichen Bürgermeisterinnen lediglich bei 20 Prozent. Auch der Anteil weiblicher Gemeinderäte ist mit 30 bis 35 Prozent nur sehr gering. Das zeigt auch ein Blick auf Österreichs Statistik: Im März 2018 gab es 160 Frauen im Bürgermeistersessel und somit einen Anteil von 7,6 Prozent.

Die City Mayors Foundation, bei der es sich um eine internationale, unabhängige und nicht-kommerzielle Organisation handelt, möchte damit auf Geschlechter-Ungleichheit aufmerksam machen und mehr Frauen für Ämter in der Kommunalpolitik begeistern und motivieren.

Fast keine weiblichen Gewinner

Die Unterrepräsentation der Frauen zeigt sich auch an den Gewinnern des World Mayor-Awards, der in den letzten Jahren fast ausschließlich an Männer ging. Lediglich zwei Frauen finden sich unter den Gewinnern: 2005 gewann Dora Bakoyannis aus Athen und drei Jahre später Helen Zille aus Kapstadt. Grund dafür ist neben dem noch immer dominierenden Gesellschaftsbild auch, dass Frauen ihr Potenzial nicht immer erkennen beziehungsweise sich selbst unterschätzen.

Dieses Jahr wird es aber mit Sicherheit eine Gewinnerin geben, momentan sind 43 Frauen aus Nord- und Südamerika, Europa, Asien, Australien und Afrika nominiert. Fast die Mehrheit der Nominierten, nämlich 20, kommt aus Europa. Auch eine Österreicherin ist mit dabei: Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer hat Chancen auf den Sieg. Weitere Nominierte sind beispielsweise die Bürgermeisterin von Prag, Adriana Krnacova, die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo und die Bürgermeisterin von Zürich, Corine Mauch.

Online für Favoritin abstimmen

Die Liste der Nominierten ist aber keineswegs eine abgeschlossene, noch bis Sommer 2018 können weitere Nominierungen eingereicht werden. Vorschläge kann dabei jeder auf der Webseite der Organisation abgeben. Es kann aber auch für die bereits Nominierten abgestimmt werden. Den Link dazu finden Sie in der Box neben diesem Text.

Das Wahlsystem ist durchaus innovativ und verlangt mehr, als auf eine interaktive Schaltfläche zu klicken. Die Wahl oder der Vorschlag für eine Nominierung muss begründet werden, dabei sollte auf die Auswahlkriterien, die von der Organisation aufgestellt wurden, geachtet werden. Zu diesen zählen unter anderem der politische Weitblick in finanziellen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Angelegenheiten sowie die Fähigkeit, sich für alle Anliegen der Bürger gleichwertig einzusetzen.

Wer gewinnt entscheidet am Ende die Organisation City Mayor, hinter denen ein internationales Netzwerk an Journalisten und Ökonomen steht. Die Gewinnerin wird im Jänner 2019 bekanntgegeben und erhält neben dem internationalen Ansehen und Lob für ihre Arbeit auch eine Trophäe.

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