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Im Ländle gilt in kleinen Gemeinden das Mehrheitswahlrecht, auch in der 600-Seelen-Gemeinde Reuthe. Bianca Moosbrugger-Petter war die Wunschkandidatin der Bevölkerung für das Bürgermeisteramt. (Bild: ZVG)

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Bianca Moosbrugger-Petter übernimmt das Ruder in Reuthe

In der Gemeinde Reuthe im Bregenzerwald hat die Wählerschaft entschieden, von nun an von einer Frau geführt zu werden. Bianca Moosbrugger-Petter übernimmt ab 17. April 2015 die Agenden von (Noch-)Bürgermeister Arno Scharler. 196 Wahlberechtigte der 600-Einwohner-Gemeinde haben am 15. März 2015 ihren Namen auf den Stimmzettel geschrieben. 

"Die Bevölkerung hat sich mich als Bürgermeisterin gewünscht"

Reuthe ist eine von 16 Vorarlberger Gemeinden in denen nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt wird. Bei der Mehrheitswahl können die Wahlberechtigten die Namen jener Gemeindebürger/innen auf den leeren Wahlzettel schreiben, die ihrer Meinung nach in der Gemeindevertretung sein sollten. In Reuthe ist Bianca Moosbrugger-Petter mit einem 46-Stimmen-Vorsprung auf Michael Kaufmann auf Platz eins gelandet. "Für mich war das Wahlergebnis mehr als überraschend, aber ich folge dem Wählerwillen und übernehme das Bürgermeisteramt. Die Bevölkerung hat sich mich als Bürgermeisterin gewünscht, also werde ich das auch sein", erklärt die 38-Jährige im Gespräch mit Kommunalnet.

Steile Politkarriere hat 2010 begonnen

Vor fünf Jahren, 2010, ist die gelernte Bürokauffrau in die kommunale Politik als Gemeinderätin eingestiegen. Das Interesse für die Gemeindepolitik war bei ihr schon immer vorhanden. Durch die Arbeit als Gemeindesekretärin von Reuthe, die sie fünf Jahre lang ausgeübt hat, hat sich das Interesse noch verstärkt. "Ich habe den Aufgabenbereich als Gemeindesekretärin besser kennengelernt und mich 2010 dazu entschlossen, zu kandidieren. Damals bin ich von null auf Platz vier gewählt worden. Auch das ist überraschend gewesen und ich habe mich sehr über diesen Erfolg gefreut", blickt Moosbrugger-Petter zurück. Fünf Jahre später nimmt sie auf dem Bürgermeistersessel Platz. 

Seit zehn Jahren ist die Vorarlbergerin bei der Gemeindeinformatik GmbH angestellt. In der Doppelbelastung durch zivilen Beruf und Bürgermeisteramt sieht sie kein Problem: "Meine Aufgaben als Bürgermeisterin werden sich bestimmt gut mit meiner Teilzeitstelle vereinbaren lassen. Die Kindererziehung habe ich ja bereits hinter mir, mein Sohn ist 21 Jahre alt."

Großer Zusammenhalt in der Gemeinde

Die gesamte Gemeindevertretung steht hinter Bianca Moosbrugger-Petter. Sie ist bei der konstituierenden Sitzung am 28. März einstimmig zur Bürgermeisterin gewählt worden. Sogar der amtierende Bürgermeister hat ihr seine Stimme gegeben.

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