09:52 Uhr  //  KW 09  //  Freitag, 28. Februar 2020  //  2719 Kollegen online

Bereits 2015 fand in Alpbach ein Treffen unter Bürgermeister/innen zum Thema Asyl statt. ©www.alpbach.org

Dieser Austausch soll nun in den Bundesländern fortgesetzt werden. ©Alpbach.org

Dabei können sich jene Bürgermeister, die schon Asylwerber unterbringen und jene, die das vorhaben auf Augenhöhe austauschen. ©Alpbach.org

Mit dabei sind auch Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer, Flüchtlingskoordinator Christian Konrad und Forum Alpbach-Chef Franz Fischer. ©Alpbach.org

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Bürgermeister/innentreffen: Wege aus der Asylkrise

Die Bewältigung der Asylkrise zählt zu den größten Herausforderungen für Österreichs Gemeinden. Der Gemeindebund veranstaltet im Jänner drei Vernetzungstreffen, bei denen sich Bürgermeister/innen über die Möglichkeiten informieren und sich austauschen können.

"Das Asylwesen ist zwar eigentlich eine Zuständigkeit des Bundes, dennoch sind die Gemeinden immer mehr gefordert, die nötigen Bedingungen zu schaffen, um Flüchtlinge unterbringen zu können", weiß Gemeindebund-Chef Helmut Mödlhammer. In fast der Hälfte der österreichischen Gemeinden sind inzwischen Flüchtlinge untergebracht. In vielen Gemeinden gestaltet sich die Quartiersuche jedoch schwierig. "Gemeinsam mit den Experten von Christian Konrad und aus dem Wohnbaubereich wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, wie man diese Unterbringungskrise besser bewältigen kann", so Mödlhammer. Bei insgesamt drei Treffen können sich Bürgermeister/innen und Gemeindevertreter/innen informieren und Erfahrungen weitergeben.

Drei Termine in drei Bundesländern

Im niederösterreichischen Wieselburg, im steirischen Markt Hartmannsdorf und in der Tiroler Gemeinde Zirl können Ortschefs aus ganz Österreich Erfahrungen und Know-how rund um die Aufnahme von Asylsuchenden austauschen. Darüber hinaus sollen Projektideen für innovative Bauinitiativen präsentiert und diskutiert werden. Das Ziel sind multifunktionale Bauten für "Wohnen auf Zeit", vorrangig in unterschiedlichen Fertigteilbauweisen. Diese Bauten sollen in der Verbindung von Flüchtlingsaufnahme und Gemeindeentwicklung Wohnraum schaffen und darüber hinaus zusätzlichen Nutzen für die Gemeinden ermöglichen, etwa für Kindergärten, Studenten- oder Seniorenheime.

Austausch auf Augenhöhe steht im Mittelpunkt

Jene Bürgermeister/innen, die bereits Flüchtlinge aufgenommen haben, werden ihre Erfahrungen teilen. Jene, die es noch vorhaben, können wertvolles Wissen in ihre Gemeinden mitnehmen. Darüber hinaus stehen Expert/innen für Gespräche zur Verfügung. Ziel ist es, weitere Gemeinden dafür zu gewinnen, Flüchtlingen ein Quartier zu geben. Über die Initiative "Wohnen auf Zeit" sollen zukunftsorientiert Maßnahmen zur Integration zu gesetzt und Impulse für Gemeinden ermöglicht werden. Denn Menschen auf der Flucht werden auch im kommenden Jahr Österreichs größte politische Herausforderung sein. Die Vernetzungstreffen, eine überparteiliche Initiative von und für Bürgermeister/innen, getragen vom Europäischen Forum Alpbach, dem Österreichischen Gemeindebund und Flüchtlings-koordinator Christian Konrad, finden an folgenden Terminen statt:

  • Montag, 18. Jänner 2016, 12 bis 18 Uhr, Wieselburg (Niederösterreich)
  • Freitag, 22. Jänner 2016, 12 bis 18 Uhr, Markt Hartmannsdorf (Steiermark)
  • Mittwoch, 27. Jänner 2016, 12 bis 18 Uhr, Zirl (Tirol)

Die Teilnahme ist kostenlos, wir ersuchen um Anmeldung unter www.gemeindebund.at/anmeldung

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