04:38 Uhr  //  KW 33  //  Donnerstag, 13. August 2020  //  0 Kollegen online

Der Fremdenverkehr in Österreich leidet unter Corona: Die Sommersaison ist nur sehr langsam angelaufen. ©movelo

Der heimische Tourismus hat viel mehr zu bieten als Schifahren und Wandern. Doch im Corona-Sommer werden viele der Freizeitangebote kaum genutzt, weil die Gäste ausbleiben. © MarkusBraun - Fotolia.com

Während Wien unter einem Nächtigungsrückgang von 87,9 Prozent leidet, trifft es das Burgenland am wenigsten hart. Insgesamt gibt es dort einen Verlust von 34,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. ©Wilfried Giesers/pixelio.de

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Tourismus

Corona schlägt sich im Tourismus nieder

Als die Lockerungen für die Beherbergungsbetriebe bekannt gegeben wurden, jubelte die Tourismusbranche. Seit 29. Mai 2020 haben die Hotels, Gasthöfe, Apartmenthäuser und Jugendherbergen wieder geöffnet, doch der Sommertourismus läuft nur schleppend an, wie eine aktuelle Statistik zeigt.

Besonders in touristischen Regionen konnte Ende Mai 2020 erstmals aufgeatmet werden: Nach monatelanger Pause durften die Beherbergungsbetriebe wieder öffnen. Doch was zunächst besser aussah als erwartet, spiegelt sich nicht unbedingt in den Zahlen wider: "Mit der Wiedereröffnung der Beherbergungsbetriebe nach der Corona-Schließung ist der Tourismus in Österreich nur zögerlich angelaufen", erklärt der Generaldirektor der Statistik Austria angesichts der aktuellen Nächtigungsstatistik.

Zwei Drittel weniger Buchungen als im Vorjahr

Im Vergleich zu Juni 2019 ist die Zahl der Nächtigungen im Juni dieses Jahres um fast 60 Prozent zurückgegangen. In ganzen Zahlen heißt das: Nicht einmal sechs Millionen Nächtigungen stehen dem Rekord von 20 Millionen im selben Zeitraum im Vorjahr gegenüber. Die wichtigsten Urlauber sind in Österreich bekanntlich die Gäste aus Deutschland und den Niederlanden. Aus dem Nachbarland kamen im Corona-Jahr bisher 65 Prozent weniger Buchungen, bei den Holländern war das Minus mit 86 Prozent noch um Einiges größer. Nächtigungen von Gästen aus anderen Ländern brachen sogar um ganze 90 Prozent ein.

Doch nicht überall machen sich die statistischen Fakten bemerkbar: Die Zahl der Nächtigungen schrumpfte nämlich je nach Region unterschiedlich stark. Die Angst vor größeren Menschenansammlungen wirkt sich auf die Wahl der Urlaubsdestination aus: Jedenfalls zieht es weniger Menschen in die Bundeshauptstadt, wie die Zahlen zeigen - Wien hat mit 87,9 Prozent den höchsten Nächtigungsrückgang zu verzeichnen. 

Nicht überall zeigt sich ein starker Rückgang

Währenddessen zeichnet sich im Burgenland "nur" ein Minus von 34,6 Prozent ab. Dass Vorsicht im Urlaub weiterhin eines der höchsten Gebote ist, sieht man auch daran, dass Privatquartiere weniger Einbußen haben als andere Beherbergungsbetriebe. Am meisten blieben die Gäste in Vier- oder Fünf-Sterne-Unterkünften aus.

Heimurlaub nicht so beliebt wie gewünscht

Der von der Regierung so vielbeschworene Urlaub in Österreich lässt ebenfalls noch Luft nach oben: Die inländischen Gäste nächtigten im Juni um ein Viertel weniger auswärts als im Jahr davor. Obwohl der Tourismus im Corona-Sommer sicherlich nicht mit den vergangenen Jahren mithalten können wird, ist man noch zuversichtlich. Immerhin hat die Wandersaison erst vor nicht allzu langer Zeit begonnen und manche Regionen spüren den Nächtigungsrückgang nicht so stark wie andere.

Trotzdem: Die immer wieder auftauchenden Corona-Cluster zeigen, dass die Wachsamkeit nicht nachlassen darf - vor allem in Fremdenverkehrs-Gemeinden.

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