11:24 Uhr  //  KW 38  //  Mittwoch, 20. September 2017  //  2163 Kollegen online

Gemeinden erfahren, wenn es Delogierungsverfahren gibt. Daher können auch nur Gemeinden die Info, dass es Delogierungsprävention gibt, an die Betroffenen weiterleiten. ©Beratungsstelle für Wohnungssicherung NÖ-Ost

Die Beratungsstellen klären über Rechte und Pflichten als Mieter aus und unterstützten beim Weg aus der Schuldenfalle. ©Beratungsstelle für Wohnungssicherung NÖ-Ost

VIDEO

LINKS

Mehr zum Thema

Drucken   EMail

Soziales

Delogierungsprävention: Hilfe in der Not

Wer die Miete nicht bezahlt, kann delogiert werden. Hinter solchen Verfahren verbergen sich aber oft schmerzhafte persönliche Schicksale. Um den Ablauf zu begleiten, können NÖ Gemeinden die Delogierungsprävention einschalten.

Delogierungen sind ein Tabuthema. Dennoch verlieren jährlich in Niederösterreich mehrere hundert Personen ihr Dach über dem Kopf. Gesetzlich sind die Behörden verpflichtet (§33a MRG, § 569 GEO), Gemeinden zu informieren, wenn gegen einen Mieter ein auf diese Erwirkung eines Exekutionstitels auf Räumen von Wohnräumen abzielendes Verfahren eingeleitet oder mit einem Mieter von Wohnräumen ein Räumungsvergleich abgeschlossen wird. Um die sozialen Effekte abzumildern, kann die Gemeinde seit 2006 den Betroffenen die Informationen zur Delogierungsprävention zur Verfügung stellen.

Wer steht hinter der Delogierungsprävention?

Die Vereine und Organisationen "Beratung gegen Wohnungsverlust" (BEWOK), Caritas St. Pölten, Caritas Wien, der Verein "Betreuung und Orientierung" und der Verein "Wohnen" betreiben fünf Beratungsstellen für Wohnungssicherung in den verschiedenen Regionen Niederösterreichs. Das Ziel der Beratungsstellen ist, Mieter/innen, die von Wohnungsverlust bedroht sind, beim Erhalt ihrer Wohnung zu unterstützen.

Was macht die Delogierungsprävention?

  • Information über Rechte und Pflichten als Mieter/in
  • Abklärung möglicher Ansprüche aus Versicherungs- und Sozialleistungen
  • Kontaktaufnahme mit Vermieter/in, Gericht, etc.
  • Hilfestellung bei der Entwicklung eines Haushaltsplanes
  • Unterstützung bei der Abdeckung des Mietrückstands
  • Vermittlung von speziellen Beratungsangeboten

Was kann die Delogierungsprävention nicht?

Die Beratungsstellen können keine Wohnungen vermitteln oder vergeben.

Zuständigkeit in den Regionen

Region/Bezirke
BEWOKGmünd, Waidhofen/Thaya, Horn, Zwettl, Krems, Melk, Tulln-Nord
Caritas St. PöltenAmstetten, Scheibbs, Waidhofen/Ybbs
Caritas WienKorneuburg, Hollabrunn, Mistelbach, Gänserndorf, Bruck/Leitha, Mödling, Tulln (Klosterneuburg)
VBOBaden, Neunkirchen, Wiener Neustadt und Wiener Neustadt Land
Verein WohnenSt. Pölten & St. Pölten Land, Lilienfeld, Tulln-Süd

 

Kontaktmöglichkeiten:

Telefonnr.E-Mail
BEWOK, 3500 Krems, Bahnhofplatz 8E02732/79649beratung(at)bewok.at
CARITAS St. Pölten, 3300 Amstetten, Burgfriedstraße 1007472/23399-29delo(at)stpoelten.caritas.at
CARITAS Wien, 2100 Korneuburg, Hauptplatz 6-7/102262/73285wosi-noeost(at)caritas-wien.at
Verein Betreuung Orientierung (VBO), 2700 Wiener Neustadt, Domplatz 5/202622/25300wohnungssicherung(at)vbo.or.at
Verein Wohnen, 3100 St. Pölten, Kerensstraße 14/302742/355934office(at)vereinwohnen.at

 

Diese Kontaktadressen, die auch in linker Box zum Download bereitstehenden Infofolder enthalten sind, können Gemeinden im Fall des Falles auch an die betroffenen Mieter weitergeben. So kann diesen Personen rasch, kompetent und möglichst effizient geholfen werden.

LOGIN / NEUANMELDUNG >

 

Benutzername:

Passwort:

 

Neuanmeldung als:

Einzelperson

Gemeinde/Verband