00:25 Uhr  //  KW 26  //  Dienstag, 25. Juni 2019  //  6 Kollegen online

Thomas Straubhaar geht in 177 Seiten gegen die Mythen des demographischen Wandels vor und zeigt vor allem die Möglichkeiten auf.

Ob Deutschland oder Österreich: Die Ängste sind gleich. Die Antworten auch.

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Buchtipp

Der Untergang ist abgesagt

Der Hamburger Universitätsprofessor Thomas Straubhaar setzt sich in "Der Untergang ist abgesagt" mit dem demographischen Wandel auseinander, der europäische Länder vor große Probleme stellen soll. Dabei zeigt er die positiven Möglichkeiten so eines Wandels auf.

Schrumpft Österreichs Bevölkerung aufgrund des demografischen Wandels? Zerstören Einwanderer unsere Kultur, so wie es die Populisten sagen? Ist Österreichs Wohlstand bedroht? Thomas Straubhaar widmet sich in seinem Buch "Der Untergang ist abgesagt: Wider die Mythen des demographischen Wandels" eben diesen Fragen und erklärt wieso die weit verbreiteten Mythen so nicht stimmen.

Straubhaar ist Volkswirtschaftsprofessor der Universität Hamburg und Direktor des Europa-Kollegs Hamburg. Neben dem befasst er sich als Vorstand des Club of Hamburg sehr intensiv mit dem demografischen Wandel. Der Anstoss für das Buch war die, seiner Meinung nach, zu negative Berichterstattung des derzeitigen Wandels. "Deutschland schafft sich ab - ohne Fragezeichen - lautete eine Behauptung", schreibt Straubhaar im Vorwort und nimmt dabei Bezug auf ein Buch des deutschen Politikers Thilo Sarrazin, der mit Behauptungen auffiel, durch Zuwanderer würde die Intelligenz im Land sinken.

Alles wird gut

"So verständlich Sorgen und Ängste sind, es gibt auch eine andere, weit optimistischere Bewertung. Um der positiven Perspektive eine Plattform zu bieten, konzentriert sich das vorliegende Buch auf die Chancen des demografischen Wandels...", schreibt er weiter. Genau das macht er auch, zunächst beschreibt er die Veränderungen, die das Land schon seit Jahren durchmacht: Weniger und ältere Einwohner, eine buntere Bevölkerung und eine Flucht vom Land in die Stadt.

Straubhaar präsentiert die Fakten und versucht ein positives Bild zu zeichnen. Dabei entkräftet er alte Theorien, die sich nicht bewahrheitet haben und argumentiert gegen Pessimisten. In vielen Kapiteln nimmt er auch direkt Bezug auf die derzeitige Flüchtlingskrise und zeigt Vorteile wie Nachteile auf. Zu guter Letzt versucht er im letzten Teil des Buches, die zuvor präsentierten Mythen zu entkräften. Dabei meint er zwar, dass viele Probleme auf Deutschland (und Österreich) zukommen und gelöst werden müssen, aber die positiven Möglichkeiten die negativen überwiegen. Ganz nach dem Motto: Keine Angst, alles wird gut.

Was bietet dieses Buch?

  • Es liefert dem Leser endlich einmal die andere Sicht der Dinge. Es ist ein Gegengift gegen die Schwarzmaler, die nur das Negative sehen und sich ideologisch vor demographischen Wandel verschließen.
  • Thomas Straubhaar geht auf die Probleme ein und auch auf die daraus resultierenden Ängste. Er tut dabei nicht so, als wäre alles gut, sondern zeigt die Möglichkeiten, die sich dadurch bieten.
  • Er fasst Mythen kurz und prägnant zusammen und bietet dem Leser für diese zehn Argumente, wieso man nicht vom Untergang des Abendlandes sprechen sollte.
  • Auch wenn sich das Buch mit der Lage in Deutschland beschäftigt, sind die Probleme und Ängste in Österreich ähnlich. Also nicht abschrecken lassen, wenn er von Deutschland redet, die Relevanz ist auch hier bei uns gegeben.
  • Wie oft kann man schon sagen, man hat ein Buch von jemandem gelesen, der Straubhaar heißt?

Infos zum Buch:

Autoren: Thomas Straubhaar
Erschienen: 2016
Seitenanzahl: 204
Verlag: edition Körber-Stiftung
ISBN: 978-3-89684-174-2
Preis: 18,50 EUR (Buch)

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