03:57 Uhr  //  KW 15  //  Mittwoch, 08. April 2020  //  1 Kollegen online

©ANKÖ

VIDEO

LINKS

DOWNLOADS

Drucken   EMail

Die e-Vergabe in Österreich

Am heimischen Beschaffungsmarkt steht eine große Änderung bevor: Mit Herbst 2018 ist die elektronische Durchführung von Vergabeverfahren im Oberschwellenbereich für alle öffentlichen Auftraggeber verpflichtend elektronisch durchzuführen. Speziell größere Auftraggeber haben aber bereits erste Erfahrungen gesammelt: Die e-Vergabe ist somit bereits gelebte Realität.

Noch ist die Skepsis bei vielen Auftraggebern groß: Wird die elektronische Durchführung zu einem gesetzlichen Muss, so könnte sich der bürokratische Aufwand noch weiter vergrößern, so die Sorgen vieler ausschreibender Kommunen. Außerdem hätten viele Unternehmen Hemmungen davor, neue elektronische Werkzeuge zu nutzen, so die Befürchtung. Der Blick in die Praxis zeigt allerdings ein anderes Bild: Denn die e-Vergabe ist bei großen Auftraggebern längst angekommen. „Sie ist gelebte Realität“, sagt ANKÖ-Geschäftsführer Alfred Jöchlinger. Allein nach den Zahlen des Komplettanbieters hat sich die Zahl der e-Vergaben seit 2011 exponentiell zugenommen. Zuletzt konnten Wachstumsraten von rund 160 Prozent verzeichnet werden. Beim ANKÖ wurden aktuell über 2.400 e-Verfahren mit knapp 8.000 Angeboten durchgeführt.

Die Bilanz der Auftraggeber fällt positiv aus: Nach kurzen Eingewöhnungsphasen haben die elektronischen Plattformen den Arbeitsalltag deutlich verschlankt. Zum Beispiel bei der Angebotsöffnung: mithilfe der elektronischen Werkzeugen ist eine öffentliche Verlesung nicht mehr notwendig. Die Unternehmen bekommen auf Knopfdruck die Zuschlagsentscheidung zugeschickt. Die rechtssichere Dokumentation und Archivierung erfolgt direkt im und über das System. Das spart sowohl Auftraggeber als auch Unternehmer Zeit und gibt Raum für wichtigere Aufgaben.

Wie wird sich das Thema e-Vergabe weiterentwickeln? „Die e-Vergabe ist deutlich am Vormarsch“, sagt ANKÖ-Chef Jöchlinger. Einerseits natürlich aufgrund der gesetzlichen Regelungen, fast ebenso wichtig sind aber die positiven Erfahrungen der Nutzer. Schließlich wird die elektronische Durchführung nur im Oberschwellenbereich Pflicht, viele Auftraggeber nutzen die Systeme aber auch für ihre weiteren Verfahren – von der Unterschwelle bis hin zur Direktvergabe. „Alle wichtigen Infos in einem System wiederzufinden, bringt enorme Vereinfachungen“, sagt Jöchlinger. Nicht nur bei Durchführung, sondern auch danach, wenn es bei der rechtsicheren Dokumentation um raschen Zugang zu Protokollen und Bestätigungen geht. Hat man dabei eine Plattform zur Verfügung, die ausfallssicher und rechtskonform – wie beispielsweise beim ANKÖ – diese Möglichkeiten bietet, ist man als Gemeinde gut aufgestellt. Kommunalnet hat dazu mit dem ANKÖ eigene Pakete entwickelt: Weitere Informationen zu Paketen und Preisen finden Sie hier.

LOGIN / NEUANMELDUNG >

 

Benutzername:

Passwort:

 

Neuanmeldung als:

Einzelperson

Gemeinde/Verband