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Digitale Ausschreibungen rücken stärker in den Fokus

Für österreichische Gemeinden werden alternative Instrumente der Kapitalbeschaffung immer wichtiger. Denn das Kreditangebot ist rückläufig, wie eine Befragung von Kommunalnet zeigt.

An der Umfrage haben insgesamt 623 Gemeinden aus dem gesamten österreichischen Bundesgebiet teilgenommen. Jede vierte Gemeinde stellt dabei einen Rückgang des Kreditangebots im Vergleich zu früher fest.Mehr Kreditangebote erhalten dagegen lediglich marginale 6 Prozent der Umfrageteilnehmer. Rund 69 Prozent der Befragten gaben ab, dass das Kreditangebot sich in den vergangenen Jahren nicht verändert habe.

Online-Ausschreibungen – Bedeutung steigt, aber bislang kaum genutzt

Bei kommunalen Kreditausschreibungen setzen die Gemeinden bevorzugt auf die angestammten Wege: Emails nutzen 55 Prozent, 28 Prozent das Telefon, gerade einmal 1,5 Prozent greifen auf das Fax zurück. Damit unterscheiden sich die österreichischen Finanzentscheider grundlegend von ihren Kollegen aus Deutschland. So zeigen verschiedene Erhebungen, dass in Deutschland jeder dritte Kämmerer nach wie vor den analogen Ausschreibungskanal Fax nutzt, um Kredite bei Banken anzufragen.

Internetplattformen spielen für die Mehrheit praktisch noch keine Rolle. Lediglich 2,5 Prozent haben auch schon auf digitalen Plattformen ausgeschrieben, wobei anzumerken ist, dass das Thema onlinegestützte Finanzierungsanfragen relativ neu in Österreich ist. Erste Plattform-Anbieter, wie zum Beispiel Loanboox, sind Ende vergangenen Jahres auf dem österreichischen Kommunalkreditmarkt gestartet. 65 Prozent der Gemeinden hatten vor der Umfrage noch nicht über die Möglichkeit zur Kreditaufnahme auf Plattformen gehört. Mehr als die Hälfte davon kann sich jedoch vorstellen, in Zukunft einen Kredit auf derartigen «digitalen Marktplätzen» auszuschreiben. Regulatorische Hürden sehen die wenigsten Gemeinden. 72 Prozent der Befragten haben keinerlei Bedenken in Bezug auf Internetplattformen.

Hausbanken haben Vorrang vor Banken aus dem Ausland

Für die breite Masse ist eine gute Beziehung zu ihrer Hausbank essenziell. 96 Prozent halten ein gutes Verhältnis zur „ihrer“ Bank für wichtig oder eher wichtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass die österreichischen Gemeinden sich mit ihren Ausschreibungen ausschließlich an den Kreis ihrer örtlichen oder regionalen Sparkassen und Volksbanken wenden. 37 Prozent fragen Kredite auch bei überregionalen Banken an. Und jede vierte Gemeinde würde auch Kreditgeber aus anderen europäischen Ländern akzeptieren – zum Beispiel aus Deutschland – sofern diese in Österreich zur Kreditvergabe berechtigt wären.

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