18:24 Uhr  //  KW 21  //  Freitag, 24. Mai 2019  //  278 Kollegen online

Der Schaden hielt sich in Grenzen: Eine zerstörte Fensterscheibe ... ©Klicker pixelio.de

... und 1.800 Euro in Langenegger Talenten. ©langenegg.at

"Täter ist gezwungen seine Beute an den Tatort zurückzubringen", so der Langenegger Bürgermeister Georg Moosbrugger nicht ohne Schadenfreude. ©langenegg.at

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Langenegger Gemeindeamt

Einbruch: Dieb erbeutete nur Gemeindetaler

Bemerkenswerter Zufall: In derselben Nacht des Traisen-Coups bestiehlt ein Einbrecher das Gemeindeamt Langenegg. Ärgerlich für den Dieb: Die Kassa enthielt 1.800 Euro. In der Dorfwährung.

Der Boden voller Scherben, zerstörte Türen, aufgebrochene Tresore – Schaden: 17.000 Euro. Mit dem Bild, das sich den Traisenern am Morgen des 17. Aprils bot, ist der Fall Langenegg kaum zu vergleichen. Als der Dieb sich Zugang ins Gemeindeamt der 1.100 Einwohner starken Gemeinde im Vorarlberger Bezirk Bregenz verschaffte, schlug er nur eine Scheibe ein. Die Gemeindekassa klemmte er sich als Ganzes unter die Arme.

Dieb mit Talenten

Das dürfte ihn im Nachhinein ziemlich geärgert haben. Zwar hat er eine stolze Summe von 1.800 Euro entwendet – allerdings in Form von Langenegger Talenten, der gemeindeeigenen Währung. Bürgermeister Georg Moosbrugger weiß: "Das ist unser Vorteil: Er ist gezwungen seine Beute an den Tatort zurückzubringen!" Und damit die Langenegger Wirtschaft zu beleben.

Café und Wurst

Bisher weiß man kaum etwas über den oder die Täter. "Wir glauben aber, dass es nur einer war", spekuliert der Ortschef. Einer, der sich bald viel leisten wird können: Von einer cremigen Melange aus dem Stopp Panorama Café bis zur Bio-Käsekrainer von "La Wurscht" liegt ihm die Welt der Langenegger Waren zu Füßen. In insgesamt 15 Betrieben kann er seine Beute ausgeben. Ob er es wirklich tun wird, ist unsicher.

Keine große Sache

Sicher ist nur: Auch ein derart idyllischer Ort wie Langenegg ist vor Verbrechen nicht sicher. Wie wird der Bürgermeister sein Gemeindeamt davor schützen? "Wir werden keine großen Sicherheitsmaßnahmen in Angriff nehmen. An sich war das ja keine große Sache. Weniger Langenegger Talente werden wir zukünftig im Amt aufbewahren", gibt er sich gelassen. Im Gegensatz zu Traisen hält sich die Verbrechensrate in der Langenegger Umgebung gering. "Vor Jahren wurde in der Gegend mal eingebrochen", erinnert sich Moosbrugger dunkel, "in ein Gemeindeamt."

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