03:42 Uhr  //  KW 50  //  Sonntag, 16. Dezember 2018  //  2 Kollegen online

Mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung sind Frauen. Sie sind aber noch lange nicht gleichwertig in den politischen Gremien repräsentiert. (Quellen: Gemeindebund, Bürgermeisterzeitung, Institut für Parlamentarismus und Demokratie, Bild: © Maksym Yemelyanov - Fotolia.com, Grafik: Kommunalnet/Gemeindebund)

Derzeit gibt es 160 Bürgermeisterinnenin Österreich.

Deutlich höher ist der Anteil bei den Vizebürgermeisterinnen und den Amtsleiterinnen. (Quelle: Bürgermeisterzeitung, Tabelle: Gemeindebund)

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Weltfrauentag

Eine Woche im Zeichen des Ermutigens

Frauen sind in vielen Bereichen noch immer stark unterrepräsentiert. Einer dieser Bereiche ist die kommunale Ebene. Die Zahlen verbessern sich seit Jahren nur leicht. Daher wollen wir diese Woche ins Zeichen des Ermutigens mit vier einzigartigen Frauengeschichten stellen.

In der Politik sind Frauen immer noch unterrepräsentiert. Während es im Nationalrat beispielsweise aber schon 36 Prozent Frauen sind, finden sich auf kommunaler Ebene nur 7,6 Prozent Frauen. Obwohl dieser Wert stetig steigt, sind es immer noch viel zu wenige Frauen, die kommunale Spitzenpositionen anstreben. Am Weltfrauentag, dem 8. März, wird einmal im Jahr auf diesen Umstand aufmerksam gemacht.

Vier Mutgeschichten

An diesem Tag schreiben alle Medien über die Probleme, dass es immer noch zu wenige Frauen gibt. Wir wollen es in dieser Woche einmal anders machen. Die Hürden, warum es wenige Frauen auf diesen Ebenen gibt, sind weitgehend bekannt. Daher wollen wir vier Geschichten außergewöhnlicher Frauen präsentieren. Diese sollen anderen Frauen Mut machen, sich selbst mehr zuzutrauen. Die Geschichten sollen auch zeigen, dass es neben der großen Verantwortung auch große Freude bereitet, direkt für die Menschen etwas umsetzen zu können. Daher hofft das Redaktionsteam, dass Ihnen die in den nächsten Tagen folgenden Porträts gefallen werden und die ein oder andere Frau motivieren, selbst ein kommunales politisches Amt oder eine leitende Position in einem Gemeindeamt anzustreben.

Wir wollen Ihnen aber das jährliche "Update" bei den Statistiken nicht vorenthalten. Daher haben wir wieder die aktuellsten Zahlen für Sie zusammengestellt.

Bürgermeisterinnen: Nur leichte Steigerung gegenüber 2017

Im Vergleich zu 2016 gibt es in Österreich um sieben Bürgermeisterinnen mehr. 2017 wurde im Burgenland eine Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl durchgeführt, die Zahl der Bürgermeisterinnen blieb dort aber bei konstant zwölf. In Niederösterreich gibt es mit dem Rücktritt von Eva Baja-Wendl (Pottendorf) und Hannelore Handler-Woltran (Katzelsdorf) um zwei Bürgermeisterinnen weniger, dafür kamen in der Steiermark mit der Wahl von Silvia Karelly (Fischbach) und Roswitha Glashüttner (Liezen) wieder zwei dazu.

Damit gibt es derzeit 160 Bürgermeisterinnen. Das sind 7,6 Prozent aller Bürgermeister/innen. Das Bundesland mit den anteilsmäßig meisten Bürgermeisterinnen ist Niederösterreich. Hier gibt es 10,8 Prozent weibliche Chefinnen. Platz zwei belegt Vorarlberg mit 7,3 Prozent, gefolgt vom Burgenland mit sieben Prozent Frauen an der Spitze. Schlusslicht ist nach wie vor Salzburg mit nur fünf Bürgermeisterinnen bzw. 4,2 Prozent Frauen im Spitzenamt.

Weniger Vizebürgermeisterinnen als 2017

Über die Zahl der Vizebürgermeisterinnen und Amtsleiterinnen ist die einzig verfügbare Basis die Bürgermeisterzeitung, die jährlich erscheint. Aber auch dort liegen nicht immer alle Namen aus den Gemeinden vor, weswegen es auch dort zu Lücken kommen kann. Daher ist es wichtig, zu wissen, dass hier keine kompletten gesamtösterreichischen Daten vorliegen und wir Vergleiche nur anhand der gemeldeten Daten vornehmen können. Allerdings haben wir schon darauf geachtet, dass die Zahl der "leeren" Felder zwischen 2017 und 2018 annähernd gleich geblieben ist.

Bei den Vizebürgermeisterinnen ergibt sich nach der Auszählung für 2018 ein leichtes Minus. Waren es 2017 noch 369 Vizebürgermeisterinnen, die wir in der Bürgermeisterzeitung finden konnten, waren es 2018 nur mehr 346. Das entspricht einem Anteil von 16 Prozent. Dieser Anteil ist aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie bei den Bürgermeisterinnen.

Leichtes Plus bei Amtsleiterinnen

Bei den Amtsleiterinnen konnten wir 2017 noch 469 Frauen finden, 2018 waren es schon 484. Seit 2015 ist die Zahl der Verwaltungschefinnen sogar um mehr als 80 gestiegen. Damit beträgt derzeit der Anteil an Amtsleiterinnen 23 Prozent. Die meisten Amtsleiterinnen finden sich übrigens im Burgenland und Niederösterreich mit 29 Prozent. Den geringsten Anteil weist Oberösterreich mit elf Prozent auf.

Alle Illustrationen und Tabellen zu diesen Zahlen finden Sie auch in nebenstehenden Bildern.

Erstes europäisches Bürgermeisterinnentreffen 2018

Das Jahr 2018 wird nicht nur hinsichtlich dieser Artikelreihe anders. Da Österreich im zweiten Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, wird daher das Bürgermeisterinnentreffen von 6. bis 8. August auch zum ersten Mal eine europäische Dimension bekommen. Eingeladen werden nicht nur die österreichischen Bürgermeisterinnen, sondern auch jene aus anderen deutschsprachigen Ländern.

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