07:38 Uhr  //  KW 07  //  Sonntag, 18. Februar 2018  //  4 Kollegen online

Bürgermeister Thomas Steiner (Mitte) mit den Besitzern der Nichtraucherlokale. (Bild: ZVG)

Unter dem Motto "Freiwillig rauchfrei in Eisenstadt" sollen weitere Betriebe zum Umstieg animiert werden.(Bild:ZVG)

VIDEO

LINKS

DOWNLOADS

Mehr zum Thema

Drucken   EMail

Burgenland

Eisenstadt will rauchfreie Lokale

Die Landeshauptstadt konnte bereits 17 Lokale für die Initiative begeistern. Unter dem Motto "Freiwillig rauchfrei in Eisenstadt" sollen weitere Betriebe zum Umstieg animiert werden. Interesse zeigen auch andere Bundesländer.

Die Freistadt Eisenstadt startet im Rahmen der kommunalen Gesundheitsförderung und der im Jahr 2017 gestarteten Aktion "Eisenstadt tut mir gut" eine Initiative für eine rauchfreie Gastronomie. Alle Betriebe sind eingeladen auf freiwilliger Basis ihre Lokalitäten als Nichtraucherlokal anzubieten.

Gratis Werbung für Nichtraucherlokale

"Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut und daher haben wir seitens der Stadt im Vorjahr damit begonnen die kommunale Gesundheitsförderung breiter aufzustellen und vor den Vorhang zu stellen. Heuer wollen wir die Aktion fortsetzen und um eine Initiative für eine rauchfreie Gastronomie erweitern", erklärt Bürgermeister Thomas Steiner das ambitionierte Vorhaben der Stadt.

Bereits 17 Nichtraucherlokale unterstützen das, um weitere Betriebe dafür zu motivieren gibt es einige Aktionen. Die teilnehmenden Lokale sollen im Amtsblatt sowie über soziale Medien kostenlos vorgestellt werden. Gleichzeitig erfolgt in den Onlinemedien der Stadt eine Bewerbung der teilnehmenden Lokale. Eine eigene Facebook-Kampagne wird zusätzlich jede Woche einen Gutschein eines Nichtraucherlokals verlosen. Auch Aufkleber sind vorgesehen, welche die teilnehmenden Betriebe am Eingang als rauchfrei kennzeichnen.

Die Aktion erhält auch professionelle medizinische Unterstützung: Dr. Claudia Simon aus Kleinhöflein begleitet das Projekt und wird in einer regelmäßigen Gast-Kolumne im Amtsblatt über die Auswirkungen des Rauchens berichten.

Ambitionen auch in Salzburg, Oberösterreich und Wien

In der burgenländischen Hauptstadt gebe es etwa 80 Gewerbeinhaber im Gastronomiebereich, sagt Steiner. Erste Reaktionen zu der Initiative wären positiv ausgefallen - sowohl von Nichtrauchern als auch von Rauchern. Steiner geht davon aus, dass es über "kurz oder lang" ohnehin eine gesetzliche Regelung geben werde, die Aktion sei vorerst für das heurige Jahr vorgesehen. Steiners Vorschlag sei, einen positiven Anreiz zu setzen und rauchfreie Lokale steuerlich zu unterstützen. Zusätzliche Pläne, wie zum Beispiel rauchfreie Kinderspielplätze, wie es sie in der Steiermark gibt, seien derzeit nicht vorgesehen, führt Pressesprecher Sebastian Handler weiter aus. Der Indoorspielplatz, der im Frühjahr gebaut wird, wird aber rauchfrei sein.

Auch in anderen Bundesländern gibt es ähnliche Aktionen. Das Land Salzburg hat bereits zu Jahresbeginn die Initiative "Salzburg freiwillig rauchfrei" von Gesundheitslandesrat Christian Stöckel gestartet. Innerhalb eines Monats haben sich bereits 85 Lokale daran beteiligt. In Wien gibt es diese Initiative zumindest auf Bezirksebene, die Bezirksvorsteherin der Josefstadt Veronika Mickel fordert dabei Lokale auf, freiwillig rauchfrei zu werden. Großes Interesse an rauchfreien Lokalen zeigen Wirte in Oberösterreich. Sowohl in der Landeshauptstadt Linz, als auch in den Gemeinden Schörfling am Attersee und Rohr im Kremstal hat die gesundheitsorientierte Aktion Anklang gefunden.

LOGIN / NEUANMELDUNG >

 

Benutzername:

Passwort:

 

Neuanmeldung als:

Einzelperson

Gemeinde/Verband