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"Natur im Garten" Tipp

Engerlingbefall auf Rasenflächen

In manchen Regionen wie dem südwestlichen Mostviertel kam es in den letzten Jahren zu einem starken Befall von Engerlingen im Grünland. Auch öffentliche Grünräume mit großen Rasenflächen können betroffen sein.

Engerlinge sind die Larven der Familie der Blatthornkäfer. Dazu zählen u.a. Junikäfer, Maikäfer oder Gartenlaubkäfer. Die Larven dieser Käfer fressen Wurzeln verschiedener Nutz- und Zierpflanzen, Gräser und Kräuter. Es kann zu großflächigem Absterben der Grasnarbe kommen, zurück bleibt eine vertrocknete, braune Fläche.

Natürlich kann das Absterben von Rasen auch andere Ursachen haben, deshalb empfiehlt es sich an befallenen Stellen nachzugraben und zu schauen, ob C-förmig gekrümmte, gelbliche oder schmutzig – weiße Insektenlarven (Engerlinge) zum Vorschein kommen, deren Hinterende sackförmig ausgeprägt ist.

Manchmal machen sich auch schon Krähen oder andere Vögel an den abgestorbenen Rasenflächen zu schaffen und picken die Leckerbissen aus dem Boden.

Leider ist die Artunterscheidung bei den Larven gar nicht so einfach. Maikäferlarven haben im Vergleich zu anderen Engerlingen einen schlankeren Hinterleib und kriechen auf glatter Oberfläche seitlich weg während Juni- und Gartenlaubkäferlarven eher bäuchlings wegkriechen. Ein Blick auf die Hinterleibsspitze der Engerlinge offenbart bei Maikäferlarven eine T-förmige Zeichnung, bei Junikäfern ein mercedessternartiges Muster, und bei Gartenlaubkäfern „Smiley“ – ähnliche Falten. Warum ist diese Unterscheidung wichtig? Gartenlaubkäfer können mit parasitischen Fadenwürmern (Nematoden) bekämpft werden. Sie werden zwischen Juli und September mit dem Gießwasser ausgebracht und dezimieren die Larven (www.naturimgarten.at/pflanzenschutzmittel).

Auf größeren Wiesenflächen empfiehlt sich das Ausbringen von Sporen des natürlich im Boden vorkommenden insektenpathogenen Pilzes Beauveria bassiana (als Pflanzenhilfsstoff im Fachhandel erhältlich) Sie keimen, durchwachsen und zerstören die Engerlinge.

Anwendung: Bei stark befallenen Flächen werden zuerst mit einer Kreiselegge nahe der Oberfläche lebende Larven verletzt oder abgetötet, danach wird das in Wasser aufgelöste Trägermaterial des Pilzes mit einer Feldspritze ausgebracht. Anschließend wird neu ausgesät.

Um die fachlich richtige Anwendung zu gewährleisten, ist die Vergabe dieser Arbeit an geschulte Profis von Lohnunternehmern sinnvoll. Der Maschinenring hilft bei der Vermittlung, Organisation und Durchführung der Arbeiten www.naturimgarten.at/partner-maschinenring-amstetten

Nähere Informationen zum Thema „Engerlinge“ finden Sie auf unserer Homepage unter www.naturimgarten.at/infoblatt-engerlinge

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