20:17 Uhr  //  KW 47  //  Montag, 20. November 2017  //  57 Kollegen online

Problemfälle können mit der kostenlosen Verkehrsberatung endlich angegangen werden. So gibt es in St. Andrä-Wördern neben einer Fahrradstraße auch "Sharrows". Diese markieren Radfahrern genau, wo sie unterwegs sein dürfen. ©NÖ.Regional/Peter Polatschek-Fries

Die Fahrradstraße in Behamberg brachte eine spürbare Entlastung für die Bewohner. ©Gemeinde Behamberg

In Groß-Enzersdorf sollte der alte Busbahnhof attraktiviert werden. Dazu holte sich die Gemeinde die fachkundige Beratung der NÖ.Regional. ©NÖ.Regional/Andreas Zbiral

Bei einem Bürgerdialog wurden die wichtigsten Neuerung in Groß-Enzersdorf besprochen. Der neue Busbahnhof sollte eine Überdachung, eine gute Anbindung, zeitgemäße Radabstellanlagen, aktuelle Fahrgastinformationen, zwei Taxistandplätze, eine Kiss & Go-Zone sowie eine Ladestation für Elektroautos haben. ©NÖ.Regional/Andreas Zbiral

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NÖ Regional News

Erfolgsgeschichte: NÖ Verkehrsberatung

Die NÖ.Regional Verkehrsberatung wird bei Gemeinden immer beliebter. Alleine im ersten Halbjahr wurde sie 20 Mal in Anspruch genommen.

Dürnstein ist die 20. Gemeinde, die im ersten Halbjahr 2017 auf die Verkehrsberatung der NÖ.Regional.GmbH zurückgreift. Die Politiker standen vor der Herausforderung, PKW-Parkplätze und Bus-Umkehrmöglichkeiten auf einem Platz in der Gemeinde so umzugestalten, dass ein reibungsloses Zu- und Abfahren der Fahrzeuge möglich ist und noch dazu ausreichend Parkraum geschaffen wird.

Seit 2016 gibt es das kostenlose Angebot. Seither greifen zahlreiche Gemeinden auf das Wissen der Verkehrsberater zurück. Am öftesten nutzten die Gemeinden in der Hauptregion Mostviertel das Service, denn sie liegen in der Statistik der letzten zwei Jahre mit insgesamt 22 Beratungen an erster Stelle. Die restlichen 41 Beratungen verteilen sich auf die anderen vier Hauptregionen: 13 Beratungen in NÖ-Mitte, elf im Industrieviertel, zehn im Weinviertel und sieben im Waldviertel.

In welchen Fällen soll eine Gemeinde anfragen?

Gemeinden sind im Verkehrsbereich für die Verkehrserschließung, den ruhenden Verkehr, den Rad- sowie den Fußgängerverkehr zuständig. Die Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten (RU7) des Amtes der NÖ Landesregierung unterstützt die Gemeinden bei der Erfüllung dieser Aufgaben mit dem Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional. Langfristig sollen die Ziele des Mobilitätskonzeptes 2030+ erreicht werden – und dafür müssen von der Gemeinde über die Beratungsorganisationen und natürlich das Land Niederösterreich selbst alle an einem Strang ziehen.

Fünf Mitarbeiter/innen des Mobilitätsmanagements der NÖ.Regional haben eine spezielle Ausbildung zur/m Verkehrsberater/in absolviert. Sie haben die Aufgabe, gemeinsam mit den Verantwortlichen der jeweiligen Gemeinde - bei Bedarf in Abstimmung mit den zuständigen Behörden - Lösungsvorschläge zu Verkehrsfragen zu erarbeiten. Derartige Verkehrsfragen beziehen sich beispielsweise auf Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, Schulwegsicherung, Straßenraumgestaltung, Begegnungszonen, Radverkehr oder den Verkehrsdatenverbund.

Mit Service zufrieden

St. Andrä-Wördern, Behamberg und Groß-Enzersdorf sind nur einige Gemeinden, die von der Qualität und vom Nutzen der Verkehrsberatung überzeugt sind. Sie haben sich aus unterschiedlichen Gründen an die Verkehrsabteilung des Landes bzw. die NÖ.Regional gewandt und würden unisono die Verkehrsberatung jederzeit wieder in Anspruch nehmen und die Inanspruchnahme des Services auch anderen Gemeinden mit ähnlichen Problemen empfehlen.

St. Andrä-Wördern: Verkehrsberuhigung durch Verkehrsberatung

So interessierte man sich in der Gemeinde St. Andrä-Wördern für eine 30-km/h-Zone. "Bei der NÖ.Regional haben wir einen Leitfaden für Gemeinden erhalten. Außerdem kam Verkehrsberater Peter Fries vor Ort, um Möglichkeiten von Radwegen, Begegnungszonen und verkehrberuhigenden Maßnahmen zu besprechen. Allesamt wertvolle Inputs, die uns dazu veranlasst haben, die Verkehrsberatung auch in Zukunft in Anspruch zu nehmen", betonen Gemeinderätin Aida Maas al Sania und Bürgermeister Maximilian Titz aus St. Andrä-Wördern.

Behamberg - Vom Verkehrsproblem zur erfolgreichen Fahrradstraße

Lärmbelästigung war in Behamberg das große Thema. Hier wurde nach der Beratung von Waltraud Wagner eine Fahrradstraße eingerichtet. Bürgermeister Mag. Karl Josef Stegh ist vollauf begeistert: "Wir haben von der Verkehrsberatung sehr profitiert. Wir haben erst in der Beratung von der Möglichkeit der Fahrradstraße erfahren und auch in der Kommunikation mit der Verkehrsbehörde war die Beraterin sehr hilfreich." Von Februar 2016 bis Juli 2017 konnte durch die Fahrradstraße das Verkehrsaufkommen um 83 Prozent und die Geschwindigkeit um 18 Prozent reduziert werden.

Multimodaler Knotenpunkt für Groß-Enzersdorf

In der 9.000-Einwohner-Stadt Groß-Enzersdorf sollte der bestehende Busbahnhof zu einem zukunftsorientierten multimodalen Knoten im Stadtzentrum ausgebaut werden. Hier hatte die Gemeinde schon konkrete Vorstellungen und informierte sich bei der Verkehrsberatung zusätzlich, wie Bürgermeister Ing. Hubert Tomsic erzählt: "Wir haben wertvolle Informationen und Tipps sowohl zur Planung, als auch über mögliche Förderungen erhalten. Andreas Zribal vom Mobilitätsmanagement Weinviertel unterstützt uns bei allen wichtigen Terminen, wie Abstimmungsgespräche mit den Betreibern der öffentlichen Verkehrsmittel, Bürger/innenveranstaltungen und gibt wichtige Anregungen bei den Planungsgesprächen. Wir profitieren sehr von diesem Service." 

Was eine Verkehrsberatung bringt

Für das spezifische Verkehrsproblem wird für die Gemeinde keine Detailplanung ausgearbeitet. Sie erhält eine fachliche Beratung zu den Vorhaben bzw. Problembereichen der Gemeinden, Unterlagen werden zur Verfügung gestellt und die Grundlagen für einen Entscheidungsprozess werden erarbeitet. Die Ergebnisse der Beratung werden in einem Empfehlungsschreiben zusammengefasst, sodass diese quasi auf einen Blick sehen können, was in weiterer Folge zu tun ist, um das Verkehrsproblem zu lösen. Dieses Schreiben kann – und sollte – in weiterer Folge die Grundlage für die notwendigen Entscheidungsprozesse in der Gemeinde sein und für weitere Auftragsvergaben herangezogen werden.

Der Weg zur kostenlosen Verkehrsberatung

  1. Der/die Bürgermeister/in sucht um eine Verkehrsberatung bei der Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten an (post.ru7(at)noel.gv.at). Die Gemeinde muss dabei angeben, um welches Verkehrsproblem es sich handelt, wie z. B. Schulwegsicherung, Tempo 30, Begegnungszone, Straßenraumgestaltung.
  2. Die Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten übermittelt den Beratungswunsch an die NÖ.Regional. Diese teilt der Gemeinde eine/n Verkehrsberater/in zu.
  3. Der/die Verkehrsberater/in vereinbart den Beratungstermin mit der Gemeinde. Wir empfehlen, dass die Bürgermeister bei dem Verkehrsberatungstermin persönlich dabei sein sollten. Ist er oder sie verhindert, sollte ein "adäquaten Ersatz" – z. B. Mobilitätsbeauftragter, Verkehrsstadtrat - entsandt und die zuständigen Verkehrsberater darüber informiert werden.
  4. Besichtigung des Projektes/Anliegen vor Ort durch den/die Verkehrsberater/in und direkter Austausch mit der Gemeinde. Die Problemstellung wird aufgenommen, Wünsche formuliert und festgehalten, etc. und mögliche Lösungen noch vor Ort gemeinsam erarbeitet.
  5. Nach der Analyse und Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen verfasst der/die Verkehrsberater/in ein Empfehlungsschreiben, in dem die Maßnahmen zur Lösung des jeweiligen Verkehrsproblems angeführt werden. Dieses wird von der NÖ.Regional direkt an den/die Bürgermeister/in übermittelt - eine Kopie davon erhält auch die Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten (RU7).

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