19:50 Uhr  //  KW 25  //  Dienstag, 19. Juni 2018  //  116 Kollegen online

Ähnlich dem Erasmus-Programm soll der europäische Solidaritätskorps jungen Menschen helfen ihren Horizont zu erweitern und Vorurteile abzubauen. ©Syda Productions - Fotolia.com

Auf der Homepage des Solidaritätskorps finden Sie alle Informationen zum Austauschprojekt. (Quelle: europa.eu/youth/solidarity_de)

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Europa

EU Solidaritätskorps auch für Gemeinden zugänglich

Beim Europäischen Solidaritätskorps können Gemeinden Plätze für 18- bis 30-Jährige für den Einsatz im Kindergarten oder in der Asylwerberbetreuung anbieten und so nicht nur den Jugendlichen, sondern auch sich selbst neue Erfahrungen ermöglichen.

Jungen Menschen im Rahmen von Hilfseinsätzen Auslandserfahrungen zu ermöglichen, war der Ausgangspunkt für den 2016 gegründeten Europäischen Solidaritätskorps. Seitdem können junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, als auch Gemeinden, NGOs und Unternehmen jederzeit ihr Interesse an der Teilnahme bekunden. Einsätze im Rahmen des Solidaritätskorps sollen zwischen zwei und zwölf Monate dauern und finden in ihrem eigenen Land oder im Ausland statt. Erste tolle Erfolge konnten bereits erzielt werden.

Bereits über 40.000 Anmeldungen

Seit der Einrichtung des Solidaritätskorps durch die Europäische Kommission meldeten sich 42.745 junge Menschen aus allen Mitgliedsstaaten dafür an. 2.166 von ihnen starteten bereits ihren Einsatz in 1.434 Einrichtungen. Im August 2017 traf die erste Gruppe von Freiwilligen in der italienischen Gemeinde Norcia ein. Hier werden seitdem die laufenden Bemühungen zur Behebung von Schäden und zum Wiederaufbau sozialer Dienste unterstützt, da die Kommune 2016 von schweren Erdbeben betroffen war.

Bis zum Jahr 2020 werden insgesamt 230 Angehörige des Europäischen Solidaritätskorps in Norcia mitwirken. Andere Teilnehmer arbeiten beispielsweise mit jungen Menschen aus benachteiligten Bevölkerungsschichten oder mit besonderen Bedürfnissen, mit Flüchtlingen sowie alten Menschen und das von Rotterdam in den Niederlanden bis Aveiro in Portugal sowie an vielen anderen Orten Europas.

Unter dem Schirm des Solidaritätskorps sind drei verschiedene Beschäftigungsarten möglich:

  • Freiwilligeneinsatz: Hier erhalten Teilnehmer die Kosten für An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung sowie eine kleine Aufwandsentschädigung.
  • Praktikum: Teilnehmer absolvieren ein bezahltes Praktikum und sollten in der Lage sein, ihren Unterhalt aus der Praktikumsentschädigung zu bestreiten.
  • Beschäftigung: Teilnehmer an Beschäftigungsprojekten erhalten einen Arbeitsvertrag gemäß den innerstaatlichen Tarifbestimmungen und müssen daraus ihren Unterhalt bestreiten.

Teilnehmende haben außerdem bereits die Chance, eigene Solidaritätsprojekte ins Leben zu rufen sowie sich in Freiwilligenteams zu engagieren. Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Vom Wiederaufbau nach Naturkatastrophen über den Einsatz in Behinderten- oder Kinderbetreuungseinrichtungen, bis hin zur Arbeit mit Asylwerber/innen reicht die Palette, die ähnlich groß ist, wie bei Präsenz- oder Zivildienern.

Hilfe für Projekte aus "Europa für Bürgerinnen und Bürger"

Der Solidaritätskorps setzt seit seiner ersten Umsetzungsphase auf bestehende EU-Programme wie "Europa für Bürgerinnen und Bürger". Projekte, die durch diese Initiative finanziert werden, können deshalb ebenso junge Menschen für Freiwilligentätigkeit anwerben.

Die betreffenden Organisationen müssen aber die Kriterien für teilnehmende Organisationen erfüllen und sich der Charta des Europäischen Solidaritätskorps verpflichten. Dass die Freiwilligen einen angemessenen Versicherungsschutz während der Aktivitäten haben, ist Sache der Projektträger.

Ein Onlineformular reicht zur Teilnahme

Ganz nach dem Prinzip von Erasmus können junge Menschen durch diesen Austausch ihren Horizont erweitern und sowohl die aufnehmende Stelle, als auch der junge Mensch profitieren. Beide Seiten - Teilnehmer/innen und aufnehmende Stellen - brauchen dafür nicht mehr als ein Online-Formular auszufüllen. Alle Informationen finden Sie auf der Homepage des Programms. Den Link dazu finden Sie in der nebenstehenden Box.

Vorschlag zur Ausweitung des Solidaritätskorps

Die EU-Kommission brachte bereits einen Vorschlag zur weiteren Stärkung des Europäischen Solidaritätskorps durch einen eigenen Haushalt und eine eigene Rechtsgrundlage sowie zur Ausweitung der Tätigkeiten vor. Dieser wird derzeit im Europäischen Rat und Parlament erörtert.

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