09:54 Uhr  //  KW 30  //  Dienstag, 23. Juli 2019  //  2416 Kollegen online

In Teil sieben des Expertentalks zum Thema Radverkehr mit Michael Meschik geht es darum, was jeder Einzelne tun kann, um den Radverkehr zu fördern. ©Gemeindebund

Wer seine täglichen Wege mit dem Fahrrad zurücklegt, tut gleichzeitig etwas für seine Gesundheit. ©Businessradler, Umweltberatung

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Expertentalk: Fahren Sie Rad?

Fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit? Warum das in zweierlei Hinsicht eine gute Idee ist, erklärt Michael Meschik von der BOKU Wien in Teil sieben des Expertentalks zum Thema Radverkehr.

Wie kann man den Radverkehr in der Gemeinde konkret fördern? Eine Möglichkeit liegt ganz klar auf der Hand und ist auch noch gut für die Gesundheit. Michael Meschik vom Institut für Verkehrswesen der BOKU Wien gibt im siebenten Teil der Reihe zum Thema Radverkehr seine Empfehlungen ab.

In den zuvorgehenden Teilen haben wir schon viele Tipps bekommen, wie man den Radverkehr in der eigenen Gemeinde fördern kann. Wie schafft man nun den Sprung von der Theorie in die Praxis?

Eine Empfehlung, die ich sehr gerne ausspreche, wenn man in einer Gemeinde das Radfahren weiterbringen möchte, ist: Fahren Sie selbst Rad! Befahren Sie ganz einfach alle Anlagen, die sie in der Gemeinde haben, und sie kommen sehr schnell darauf, wo es Probleme gibt, wo Abstellanlagen fehlen, wo Sicherheitsschwierigkeiten bestehen, wo zum Beispiel ein Schlagloch ist, wo eine Bordsteinkante im Weg ist und so weiter.

Es gibt ein paar Beispiele, die ich auf Tagungen immer wieder präsentiert bekomme. In Niederösterreich gibt es einen Arzt, der fährt nur mit dem Rad. Es gibt Bürgermeister, die mit dem Rad unterwegs sind. Die sagen, dass der Kontakt zu den Gemeindebürgern prima funktioniert, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Sie brauchen keine eigene Sprechstunde, weil sie die ganzen Probleme gleich auf ihrem Weg in das Gemeindeamt regeln, weil sie einfach da mit den Menschen sprechen.

Ein weiterer Tipp für jeden Einzelnen ist, das Radfahren, oder auch das Zu-Fuß-Gehen - beides sind aktive Mobilitätsformen, die uns sehr gut tun - in das tägliche Mobilitäts-Zeitbudget zu inkludieren. Das muss ich ein bisschen erläutern: Wir wissen aus Mobilitätserhebungen, dass wir alle im Schnitt 80 Minuten pro Tag mobil sind. Das heißt, jeder von uns ist 80 Minuten pro Tag zu Fuß, mit dem Auto, mit dem öffentlichen Verkehr etc. unterwegs. Und wenn man in diesen 80 Minuten die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen 30 Minuten Bewegung gleich inkludiert, indem man zu Fuß geht, oder mit dem Rad fährt (siehe Abbildung), sparen Sie sich das Fitnessstudio. So einfach wäre das.

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