14:51 Uhr  //  KW 38  //  Freitag, 20. September 2019  //  313 Kollegen online

In Teil fünf des Expertentalks zum Thema Radverkehr geht es darum, wie man am besten Fahrradabstellanlagen gestaltet. ©Gemeindebund

Der "Fahrrad-Anlehnbügel" hat den Vorteil, dass sich das Fahrrad anlehnen lässt und gleichzeitig das Vorderrad festgehalten wird. Das Fahrrad steht stabil und lässt sich problemlos mit einem Schloss absperren. ©Meschik, Korneuburg, NÖ

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Expertentalk: Rad abstellen - kinderleicht?

Was kann am Abstellen von Fahrrädern wohl so schwer sein? Von den Herausforderungen im Zusammenhang mit Fahrradabstellanlagen erzählt Michael Meschik vom Institut für Verkehrswesen der BOKU Wien im fünften Teil der Reihe zum Thema Radverkehr.

Genauso, wie für Autos Parkplätze geschaffen werden müssen, benötigen Radfahrer geeignete Fahrradabstellanlagen. Dass die Gestaltung solcher nicht immer einfach ist, erklärt Michael Meschik vom Institut für Verkehrswesen der BOKU Wien. In Teil fünf des Expertentalks zum Thema Radverkehr erhalten Sie wertvolle Tipps, welche Eigenschaften Fahrradabstellanlagen erfüllen sollten.

Fahrradabstellanlagen - eigentlich ein banales Thema, oder?

Die meisten Dinge sind, wenn man sich intensiver damit beschäftigt, doch nicht so banal und werden sogar etwas kompliziert. Grundsätzlich haben die Leute, die mit dem Rad unterwegs sind, ähnliche Ansprüche wie Autofahrer. Sie möchten das Rad gerne dort abstellen, wo sie am Ziel sind. Also möglichst vor der Tür oder sogar mitnehmen ins Büro, etc. Auch die Autofahrer möchten das.

Nun ist es eine Sache, wo man diese Radabstellanlagen errichtet. Meistens an Points of Interests, wie es so schön heißt, also an allen wichtigen Zielen des Radverkehrs. Zur Ausgestaltung des Radabstellsystems gibt es ein paar wichtige Gesichtspunkte zu beachten: Aus der Sicht des Radfahrers sind das hauptsächlich Diebstahlsicherheit und entsprechender Komfort beim Abstellen. Die Diebstahlsicherheit brauche ich nicht näher zu erläutern. Wenn man wieder zurückkommt, und mit dem Rad weiterfahren möchte, wär's nicht schlecht, wenn das Rad noch da ist.

Der Komfort hingegen ist so eine Sache. Das Rad sollte sicher und stabil festgehalten werden von dieser Anlage. Man sollte den Rahmen und ein Laufrad an eine Anlage anschließen können. Stabil sage ich deswegen, weil man das Rad ja auch beladen oder entladen will. Stellen Sie sich einen Kindersitz vor: Das Kind in den Kindersitz bringen und dort entsprechend festschnallen etc. Dafür muss das Rad sicher stehen. 

Ich zeige Ihnen eine Abbildung, sozusagen als Ausschnitt einer großen Vielfalt. Das ist ein sogenannter "Fahrrad-Anlehnbügel" (siehe nebenstehende Abbildung), eine bügelförmige Abstellanlage, wo man das Rad anlehnt und dann entsprechend mit einem guten Schloss festsperren sollte. Sie sehen bei diesem Bügel auch die Möglichkeit, dass das Vorderrad gehalten wird, damit das Rad dann auch stabil dort steht. 

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