21:33 Uhr  //  KW 30  //  Montag, 22. Juli 2019  //  15 Kollegen online

Gemeinschaftsmarke ALU-FENSTER - Geringster Kostenanteil (© www.alufenster.at)

Gemeinschaftsmarke ALU-FENSTER - Ökobilanz überzeugt (© www.alufenster.at)

Profilsysteme der Gemeinschaftsmarke ALU-FENSTER . Vorteile bei Lebenszykluskosten und Ökobilanz (© www.alufenster.at | Image Industry)

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Studie

Fensterwerkstoffe im Vergleich

Überraschende Ergebnisse für Profilsysteme der Gemeinschaftsmarke ALU-FENSTER im Wohnbau: Die zur Marke ALU-FENSTER zählenden Fenster- und Fassadensysteme HUECK und SCHÜCO verursachen bei Betrachtung über einen langen Zeitraum im Vergleich zu anderen Fenstern weniger Kosten und belasten die Umwelt in einem geringeren Ausmaß.

Das sind die aktuellen Ergebnisse der von bauXund und M.O.O.CON durchgeführten Potenzialanalyse "Fensterwerkstoffe im Vergleich". Der entscheidende Grund für das gute Abschneiden dieser Systeme ist ihre lange Lebensdauer, da sich diese bei entsprechend langem Betrachtungszeitraum positiv auswirkt.

Im Rahmen der Analyse wurden drei Szenarien untersucht. Das Langfrist-Szenario geht von einer 60-jährigen Lebensdauer aus, was für Alu-Fenster technisch möglich ist. Weiters wurden ein kurzfristiges, sowie ein Szenario auf Basis von Mittelwerten aus der Fachliteratur überprüft. Es zeigt sich, dass auf Grund ihrer höheren Lebensdauer und der geringen Wartungsansprüche Alu-Fenster nicht nur einen entscheidenden Kostenvorteil bringen, sondern auch weniger die Umwelt belasten, als Fenster, die innerhalb des Betrachtungszeitraums öfter getauscht werden müssen.

Alu-Fenster rechnen sich auf Dauer

Da Fenster einen bedeutenden Kostenbestandteil im Wohnbau darstellen, lohnt sich ein Blick nicht nur auf die Erstinvestition, sondern auf alle im gesamten Lebenslauf anfallenden Aufwendungen. Aufgrund der hohen technisch möglichen Lebensdauer von Alu-Fenstern wird im langfristigen Szenario davon ausgegangen, dass in einem Betrachtungszeitraum von 60 Jahren nur eine einmalige Investition zu tätigen ist, während bei allen anderen Fenstertypen zumindest ein zusätzlicher Fenstertausch vorgenommen werden muss. Der Anteil an den Lebenszykluskosten des Gebäudes erhöht sich dementsprechend. Im Vergleich dazu sinkt dieser bei Alu-Fenstern: Er geht von 8 auf 3,8 Prozent deutlich zurück und stellt damit den absolut geringsten Fenster-Kostenanteil dar.

Ökobilanz: Alu-Fenster überzeugen

Die Untersuchung der ökologischen Auswirkungen erfolgt mittels Ökobilanzberechnung. Diese ist das auf Gebäudeebene übliche Bewertungsverfahren. In der vorliegenden Potenzialanalyse wurden die vier im Bau relevanten Umweltwirkungen Ozonbildungs-, Versauerungs- und Treibhauspotenzial sowie der Primärenergiebedarf betrachtet.

Durch den lebenszyklischen Ansatz, welcher sowohl die Phasen der Herstellung, der Nutzung als auch der Entsorgung berücksichtigt, kommt es in der langfristigen Betrachtung zu einem überraschenden Ergebnis: Das Aluminiumfenster weist die geringsten Auswirkungen auf. Dies kommt vor allem daher, dass das Grundmaterial Aluminium nach einer langen Lebensdauer einem hochwertigen stofflichen Recycling zugeführt werden kann.

Andere Fensterrahmenmaterialien sind zwar in der Phase der Herstellung durch einen zunächst geringeren Energiebedarf weniger umweltwirksam, letztendlich schlagen sich jedoch Faktoren wie niedrigere Gutschriften aus Materialrückgewinnung oder eine energieintensive thermische Verwertung am Ende ihres Lebensweges negativ in deren Ökobilanz nieder.

Für die Profilsysteme HUECK und SCHÜCO wurde der Umgang mit Recyclingaluminium hinterfragt und bestätigt, dass die in Österreich verfügbaren Aluminiumprofile dieser Hersteller einen Recyclinganteil von bis zu 80 Prozent haben.

Realistische Betrachtungsweise

Verglichen wurden in der Analyse die wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale von Aluminium-, Holz-Aluminium-, Holz-, Kunststoff- und Kunststoff-Aluminiumfenstern im Wohnbau innerhalb unterschiedlicher, für Wohngebäude kalkulatorisch interessanter Anwendungszeiträume. Dabei wurden nicht - wie meist üblich - nur die Investitionskosten und die bei der Herstellung entstehenden Umweltwirkungen betrachtet. Vielmehr flossen die gesamten finanziellen und ökobilanzbezogenen Auswirkungen unterschiedlicher Fenstermaterialien über den gesamten Gebäude-Lebenszyklus in die Betrachtungen ein.

Die in der vorliegenden Potenzialanalyse gewählte umfassende Sichtweise führt im Gegensatz zur reinen Beurteilung des Erstaufwandes zu einer gänzlich anderen Beurteilung sowohl der Kosten als auch der betrachteten Umweltwirkungen.

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