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Finanzierung

Fixe versus variable Finanzierungsstrukturen

Das Zinsniveau ist auf einem historischen Tiefstand. Davon profitieren aktuell Österreichs Kommunen. Sie haben den Großteil ihrer Verschuldungen variabel verzinst. Die Aufwendungen für Kredite sind bei dieser Variante geringer als bei fixen Zinssätzen, vor allen in Niedrigzinsphasen. Ziehen die Kapitalmärkte jedoch wieder an – wovon langfristig auszugehen ist – legen auch die Kreditkosten entsprechend zu. Wollen sich Kommunen gegen steigende Zinsen absichern und langfristige Planungssicherheit haben, empfiehlt daher ein Blick auf fixe Finanzierungsstrukturen.

In Österreich gibt es rund 2.500 Kommunen. Deren Gesamtschulden belaufen sich auf rund elf Milliarden Euro. Drei Viertel davon wurden mit variablen Zinsen ausgestattet. Derartig verzinste Kredite sind in der Regel an den 3-Monats-Euribor als Indikator gebunden. Das ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Schon seit längerem liegt dieser auf einem historisch tiefen Niveau, unter null Prozent.

Banken schlagen bei variablen Darlehen zwar noch einen Aufschlag auf den Euribor-Satz, trotzdem sind Kredite mit variablem Zinssatz im Moment verhältnismäßig preiswert. Dafür bleibt aber die Planungssicherheit auf der Strecke, was insbesondere bei langfristigen Finanzierungen ein gesamtwirtschaftliches Risiko darstellt. Denn irgendwann werden die Zinsen wieder steigen und der Euribor nach oben gehen. Schlimmstenfalls müssen Kommunen innerhalb kurzer Zeit eine bis zu doppelt so hohe Monatsbelastung verkraften können.

Geringes Risiko, hohe Planungssicherheit

Bei Fixzins-Krediten lässt sich dieses Risiko minimieren. Im Gegensatz zur variablen Zinsbindung wird der Zinssatz über eine bestimmte Laufzeit fixiert und daher auch während der gesamten Kreditlaufzeit nicht an aktuelle Marktentwicklungen angepasst. Kommunen, die jetzt einen Kredit mit fixen Zinsen abschließen, zahlen zwar zunächst einen Wert, der über dem variablen Zinssatz liegt, dafür sichern sie sich aber langfristig das historisch tiefe Zinsniveau. Zukünftigen Zinssteigerungen können sie gelassen entgegensehen. Der Rückzahlungsverlauf ist fix und damit planbar.

Online-Plattformen erleichtern

Kommunalfinanzierung Die Laufzeiten für Fixzinsvereinbarungen variieren von Bank zu Bank. Während viele Institute in Österreich bereits kurzfristige Fixzinskredite gewährleisten, werden Darlehen mit Laufzeiten über zehn Jahren nur von ausgewählten Kreditinstituten angeboten. Wollen sich Kommunen also längerfristig gegen höhere Zinsen absichern, kann es unter Umständen notwendig werden, den Finanzierungsadressatenkreis zu erweitern.

Eine Möglichkeit dazu bieten Online-Plattformen, wie zum Beispiel Loanboox. Über diese erhalten Kommunen nicht nur Zugang zu überregional agierenden Kreditinstituten in Österreich, sondern ebenso zu einer Vielzahl an deutschen Kapitalgebern, die aktiv in Kommunen investieren. Neben Banken können das auch Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke sein. Mit wenigen Klicks lässt sich die Finanzierungsanfrage auf einen bestimmten Kreis beschränken oder aber eben ausweiten.

Loanboox kann auf Erfahrungen und Erfolge in der Schweiz und in Deutschland zurückgreifen. Seit dem Go-Live im September 2016 wurde über die Plattform ein Finanzierungsvolumen von über 19 Milliarden Euro angefragt. Seit Ende 2018 ist das Fintech-Unternehmen zusammen mit Kommunalnet auch in Österreich präsent.

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