13:53 Uhr  //  KW 09  //  Dienstag, 25. Februar 2020  //  441 Kollegen online

Laut "addendum"-Recherchen möchte der Bund künftig die Flüchtlingsbetreuung wieder in die eigenen Hände nehmen. ©Frank Gärtner - Fotolia.com

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Asyl

Gehen Staat und ORS künftig getrennte Wege?

Einem Bericht der Rechercheplattform "addendum" zufolge plant der Staat in der Flüchtlingsbetreuung eine Trennung von der aktuellen Betreuungsfirma ORS Service GmbH. Weder das Innenministerium noch die ORS bestätigen derartige Pläne.

Das Innenministerium möchte die Betreuung von Asylwerbern künftig wieder zur Staatssache machen. Spätestens im Herbst soll daher dem aktuellen Privatdienstleister ORS (Organisation für Regie und Spezialaufträge) gekündigt werden. Dies verlautbart ein Bericht der Rechereplattform "addendum", der sich auf mehrere anonyme "voneinander unabhängige Quellen" aus dem Innenressort beruft. Von offizieller Seite des Innenministeriums gab es dafür keine Bestätigung.

Änderungen in der Geschäftsführung

Grund für die Kündigung der ORS soll die Neuausrichtung der Schweizer Muttergesellschaft sein, die einen Wechsel des Verwaltungsrates sowie der Geschäftsführung zur Folge hatte. Zum Ärger des Innenministeriums wurde im Zuge dessen der langjährige CEO und Vertrauensmann der Wiener Beamten Stefan Moll-Thissen gegen den ehemaligen Telekom- und Medienmanager Jürg Rötheli ausgetauscht. "Das Bundesministerium für Inneres hat klar zum Ausdruck gebracht, dass die Absetzung der sehr erfahrenen Schweizer Führungskräfte mit Sorge zur Kenntnis genommen wurde", hieß es dazu laut dem Bericht seitens des Ressorts offiziell.

Aktuell sei die Rahmenvereinbarung mit ORS aufrecht und wurde nicht gekündigt, so das Innenministerium gegenüber "addendum". Die ORS kommentierte die Gerüchte um die Kündigung bislang nicht.

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