03:00 Uhr  //  KW 26  //  Donnerstag, 27. Juni 2019  //  2 Kollegen online

Wie einst Don Camillo und Peppone: Stadtpfarrer Josef Reisenhofer und Bürgermeister Marcus Martschitsch stellen sich einem einjährigen Energiespar-Wettkampf. (Bild: ZVG)

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Geistlich-weltliches Klima-Duell in Hartberg

In Hartberg wurde Ende November ein Duell der besonderen Art ins Leben gerufen - Pfarrer Josef Reisenhofer und Bürgermeister Marcus Martschitsch treten gegeneinander an: Wer spart ein Jahr lang mehr Strom?

Geistliches gegen weltliches Gemeindeoberhaupt heißt es in der Stadtgemeinde Hartberg von November 2018 bis November 2019 - Pfarrer Josef Reisenhofer und Ortschef Marcus Martschitsch treten mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegeneinander an - die Mission: Stromsparen.

Einzigartiger Wettstreit

Hartberg hat bereits seit mehreren Jahren eine Vorbildwirkung inne: Vereint unter dem Banner der Aktion "Mein Hartberg 2050" wurden und werden viele Initiativen gestartet, die Stadt effizienter, nachhaltiger und lebenswerter zu machen. So beteiligt sich die Klimabündnis-Gemeinde bereits seit mehreren Jahren an Aktionen wie dem autofreien Tag, das Stadtwerk Hartberg beliefert alle Abnehmer mit CO2-neutral erzeugtem Strom, die Beleuchtung des Straßennetzes ist auf Niedrigenergieleuchten umgestellt, Photovoltaikanlagen zieren die Dächer vieler Gebäude der Stadt und vieles mehr.

Doch man möchte noch einen Schritt weitergehen. Ein freundlicher Wettstreit wurde gestartet, der weitere Einsparungen bringen soll: So heißt es nun Kirche vs. Gemeinde.

Nachbarn, keine Rivalen

Stadtpfarrer Reisenhofer und Bürgermeister Martschitsch messen sich nun im freundlichen Wettstreit: Wer es schafft, im vorgegebenen Zeitraum mehr Energie einzusparen, wird Hartberger "Energiesparchampion" - ein prestigeträchtiger Titel.

Bürgermeister Marcus Martschitsch erklärt im Gespräch: "Das Gemeindeamt hat einen sehr hohen Energiebedarf, genauso wie die benachbarte Pfarre, die durch das angrenzende Pfarrheim ebenfalls Jahr für Jahr viel Energie braucht. Unser Pfarrer ist, was sowas angeht, sehr engagiert und war bei der Aktion gleich dabei." So soll nun bis Ende November 2019 gespart werden, was das Zeug hält.

Alle Beteiligten involviert

Beim Wettstreit geht es allerdings keineswegs um einen Zweikampf - die Mitarbeiter des Gemeindeamtes und der Pfarre werden dazu angehalten, die beiden "Kontrahenten" zu unterstützen und sich selbst Gedanken über das Energiesparen zu machen. Der Energiereferent der Stadtgemeinde Hartberg Anton Schuller erklärt: "Die Aktion basiert darauf, dass alle nachdenken und mitmachen: Temperatur regulieren, Stoßlüften und nicht Fenster gekippt lassen, Geräte ausschalten und vom Netz trennen, Glühbirnen austauschen und so weiter - die Möglichkeiten sind unterschiedlich. Besonders im Fokus steht vor allem bei uns in der Gemeinde, nicht benutzte Räume auch nicht zu heizen oder zu beleuchten - das kann schon einiges an Energie bringen."

"Historische" Vorbilder

Wem die Analogie bereits aufgefallen ist, liegt mit seinen Vermutungen richtig - der Wettstreit zwischen Bürgermeister und Pfarrer in Hartberg ist angelehnt an die beiden namensgebenden Charaktere "Don Camillo und Peppone" aus den Romanen des italienischen Schriftstellers Giovannino Guareschi - ganz so hitzig wie bei den Italienern soll es aber nicht zugehen. "Wir machen das gemeinsam", betont Ortschef Martschitsch.

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