13:59 Uhr  //  KW 51  //  Mittwoch, 19. Dezember 2018  //  764 Kollegen online

Die steirische Gemeinde Grundlsee hat sich bereits bei Wifi4EU angemeldet. (Bild: ZVG)

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Wifi4EU

Gratis WLAN in Gemeinden, aber für wen?

120 Millionen Euro stellt die EU mit der Initative Wifi4EU für die Errichtung von WLAN-Hotspots in Gemeinden bis 2019 zur Verfügung. Doch wem bringt ein kostenloses WLAN-Netzwerk etwas?

Dass die Digitalisierung und das Bedürfnis ständig online zu sein, immer wichtiger werden, zeigt aktuell das Projekt Wifi4EU. Die EU-Kommission will damit Gemeinden kostenlose öffentliche WLAN-Hotspots ermöglichen und gleichzeitig den digitalen Binnenmarkt ausbauen. Diese Hotspots sollen in kommunalen Einrichtungen, wie zum Beispiel in Rathäusern, Schulen, Parks, Krankenhäusern und öffentlichen Plätzen entstehen.

Um sich für diese Fördergelder zu registrieren, ist eine Anmeldung seit 20. März 2018 im dafür eingerichteten Online-Portal www.wifi4EU.eu möglich. Wie groß das Interesse daran ist, zeigt bereits die Zahl der eingegangenen Anmeldungen, 8.790 waren es allein in der ersten Woche.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Die erste Anmeldephase läuft noch bis15. Mai. Gemeinden können sich dann für einen sogenannten "Voucher", also einen Gutschein für die Anschaffung und Installation der benötigten Geräte, im Wert von 15.000 Euro registrieren. Bei der zweiten Phase, der Antragsstellung, gilt das Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". Schnell sein zahlt sich also aus. Auch die Installationsfirmen müssen sich dafür registrieren und deshalb schon im vorhinein bekannt sein.

Finanzielle Unterstützung sollen vor allem jene Gemeinden erhalten, in denen es noch keine privaten oder öffentliche Angebote ähnlicher Qualität gibt. Damit eine geografische Ausgewogenheit garantiert ist, werden in jedem teilnehmenden Land 15 Förderungen garantiert.

Chancen der Digitalisierung nutzen

Doch wieso sollte man sich als Gemeinde überhaupt die Mühe machen und einen Hotspot aus eigener Tasche warten und erhalten? Das ist nämlich nicht in der EU-Förderung inbegriffen, lediglich die Anschaffung wird bezahlt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass diese Kosten mindestens drei Jahre von der Gemeinde getragen werden müssen.

"Profitieren werden von dem WLAN-Angebot vor allem internationale Gäste, die Einheimischen haben ja fast ausnahmslos alle einen Internetanschluss", sagt Franz Steinegger, Bürgermeister in Grundlsee. Der kleine Ort im Salzkammergut ist vor allem im Sommer ein beliebtes Reiseziel und Tourismusmagnet. "Daher finde ich den Netzausbau sehr wichtig. Es ist gleichzeitig auch Werbung für unsere Gegend, wenn die Touristen ihre Urlaubsfotos mit der Welt teilen", erklärt Steinegger seinen Standpunkt.

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