19:34 Uhr  //  KW 42  //  Sonntag, 22. Oktober 2017  //  17 Kollegen online

Manfred Wegscheider übergibt das Amt des Bürgermeisters an Vize Fritz Kratzer. (Bild: ZVG)

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Kapfenbergs Ortschef tritt zurück

Manfred Wegscheider tritt am 31. Juli 2017 als Bürgermeister der steirischen Stadtgemeinde Kapfenberg zurück und schlägt seinen derzeitigen Vize Fritz Kratzer als seinen Nachfolger vor. Nach fünf gemeinsamen Jahren will Wegscheider sein Amt in jüngere Hände legen. Am 4. September 2017 soll Kratzer in einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung zum neuen Bürgermeister gewählt werden.

"Kreisky-Ära war ausschlaggebend"

Mit 21 Jahren begann der politische Werdegang von Wegscheider mit seinem SPÖ-Parteibeitritt. "Kreisky war ausschlaggebend für meine politische Karriere. Er öffnete Österreich für Neues und prägte es, wie kaum ein anderer Bundeskanzler. Er machte das Land zu einem modernen Industrie- und Sozialstaat – demokratisch, liberal und weltoffen", sagt der Bürgermeister rückblickend. Im Laufe der Zeit wechselte er vom Gemeinderat, zum Bildungs-und Kulturreferent bis hin zum Stadtrat. Ab 1995 war er Vizebürgermeister und Referent für Bürgerbeteiligung und im Jahr 1999 wurde er erstmals zum Bürgermeister der Stadtgemeinde Kapfenberg gewählt.

Von der Gemeinde zum Landtag

2005 wurde Franz Voves als erster SPÖ-Politiker zum Landeshauptmann der Steiermark gewählt. Er bot Manfred Wegscheider an, nach Graz in den Landtag zu wechseln. "Das war keine leichte Entscheidung für mich, denn bei den Gemeinderatswahlen 2005 erhielt ich 77,7 Prozent der Stimmen. Ich habe mich dann aber für meine Funktion im Land und gegen das Bürgermeisteramt entschieden, weil ich der Stadtgemeinde Kapfenberg etwas zurückgeben wollte", meint Wegscheider. Er nahm die Funktion als Landesrat für Sport, Umwelt und erneuerbare Energie an, 2010 wurde er zum ersten Präsident des Landtags Steiermark gewählt.

Die Gemeindepolitik ließ ihn nie ganz los: Im Herbst 2012 wollten ihn die Bürger von Kapfenberg wieder als Bürgermeister zurück, da die Gespräche um die Zusammenlegung von Kapfenberg und Bruck an der Mur nicht ganz transparent abliefen. Wegscheider, der mit ganzem Herzen Bürgermeister war, überlegte nicht lange, als er Ende September einwilligte. Im Dezember 2012 wurde er wieder zum Ortschef der Stadtgemeinde Kapfenberg gewählt, was ihm sehr viel Freude bereitete.

"Stadt steht brillant da"

Der 68-Jährige blickt auf eine äußerst erfolgreiche Tätigkeit als Bürgermeister der Stadt Kapfenberg zurück, insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung, die Stadtverschönerung, die Erfolge im Sport und das großzügige Bildungsangebot tragen seine Handschrift. Wegscheider setzte stark auf "Wirtschaft, Wohnen und Wohlfühlen", denn zusätzlicher Wohnbau, die Lebensqualität in der Stadt und die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze waren ihm besonders wichtige Anliegen.

"Ich bin jetzt in einem seligen Alter, da ist ein rascher Wechsel nur vorteilhaft", begründet der Bürgermeister seinen Rücktritt. "Die Stadt steht brillant da. Wir verzeichnen ein enorm hohes Wirtschaftswachstum und es gibt viele florierende, expandierende Betriebe in Kapfenberg. Budgetär stehen wir im Moment auch sehr gut da, es gibt hohe Rücklagen, damit Großinvestitionen jederzeit möglich sind", blickt der Bürgermeister stolz zurück.

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