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Gräser sind erstaunlich! Selbst ausgetrocknet wirkende Rasenflächen können grün wieder austreiben! © Andreas Steinert privat

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"Natur im Garten" Tipp

Klimawandel und (Sport-) Rasenflächen

Der Juni 2019 wird als der wärmste der je aufgezeichneten Junis beschrieben. Über 4° im Durchschnitt wärmer als der langjährige Mittelwert. Wie oft haben Sie eine ähnliche Meldung gelesen? Keine Frage. Wir müssen uns mit den höheren Temperaturen auseinandersetzen. In allen Lebensbereichen.

Dass Bäume unter der Trockenheit leiden ist offensichtlich, ebenso natürlich die Landwirtschaft. Nicht nur neue Schadorganismen wandern zu und etablieren sich; die schon vorhandenen verändern sich schneller und neue Strategien in Anbau und Pflanzenschutz sind gefragt. Das gilt auch auf Rasenflächen, besonders Sportrasen.

Wasser, Wasser, Wasser, Wasser!

Werden Fußballplätze über einen eigenen Brunnen versorgt, dann kann das eine günstige Alternative sein, denn dass mehr bewässert werden muss liegt auf der Hand. Aber der eigene Brunnen hat auch seine Tücken. Nur selten liefert er endlos Wasser und die Qualität des selbigen ist entscheidend. Bei höheren Mineraliengehalten (vulgo Salzgehalten) besteht die Gefahr der Versalzung der Böden, denn das Wasser wird verdunsten, die Salze bleiben zurück und reichern sich bei jeder Bewässerung weiter an. Nur salzarmer Regen spült die Mineralien in tiefere Schichten. Fehlt der Regen können Salzschäden auftreten. Unbedingt also das Brunnenwasser kontrollieren lassen.

Wasser, Wasser, Wasser, Wasser?

Zu viel Beregnung fördert Pilzkrankheiten und lässt die Wurzeln der Gräser nur in den oberen Bereichen wachsen. Sie sollen aber in die Tiefe, auch um die Scherfestigkeit zu erhöhen! Besser ist es in heißen Monaten nur etwa 2-3x pro Woche mit etwa 25 Litern/m² zu bewässern. Ein Regenmesser oder ein Spatenstich zur Feuchtigkeitskontrolle in der Rasentragschicht hilft richtig zu bewässern. Funktionierende Regner vorausgesetzt!

Zum Ende noch ein Beispiel für einen Pilz, der bei Hitze problematisch wird. Rhizoctonia solani ist normalerweise ein braver Pilz, der Rasenfilz abbaut und mit den Pflanzen gut lebt. Steigen die Temperaturen über 28°, dann dreht der Pilz regelrecht durch, attackiert die hitzegestressten Rasengräser und lässt sie flächenweise absterben. „Brown patch“ wird das auch genannt. Beleben Sie den Rasen durch Kompost oder Komposttee. Das bremst fast alle Schadpilze aus. Auch bei Hitze.

Mehr Information erhalten Sie beim Grünraumservice von „Natur im Garten“: Telefon 02742/74333 oder www.naturimgarten.at/gemeinden

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