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Nach vierzig Jahren im Gemeindeamt und zwanzig Jahren als Bürgermeister zieht sich Fritz Maierhofer aus der Kommunalpolitik zurück. (Bild: ZVG)

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Koblach: Langzeit-Bürgermeister tritt ab

Fast auf den Tag genau vor zwanzig Jahren trat Fritz Maierhofer das Bürgermeister-Amt in Koblach an, am fünften September 2019 wird er dieses zurücklegen. Der Langzeit-Bürgermeister der Gemeinde zwischen dem Kummenberg und dem Rhein räumt den Chefsessel für seinen bisherigen Vizebürgermeister Gerd Hölzl. "Ich glaube es ist der Zeitpunkt gekommen, meine politischen Ämter in jüngere Hände zu geben", sagt der 62-Jährige.

Vom Lehrer zum Polit-Urgestein

Bereits vor fast vierzig Jahren, im zarten Alter von 23, trat Fritz Maierhofer in die Gemeindepolitik ein. "Ich war schon seit meiner Jugend in den Koblacher Vereinen integriert, und habe mich dadurch schon früh für die Gemeindepolitik interessiert", erzählt der Bürgermeister. Mit 28 wurde der damalige Hauptschullehrer Mitglied des Gemeindevorstandes, zehn Jahre später wurde Maierhofer Vizebürgermeister. "Ich wollte aktiv an der Entwicklung und Gestaltung meiner Heimatgemeinde mitwirken, und in den zwanzig Jahren, in denen ich Bürgermeister war, konnte viel gemeinsam umgesetzt werden." Beim Eintritt in das höchste Koblacher Amt 1999 beendete Maierhofer seine Laufbahn als Deutsch- und Geografie-Lehrer.

Das Herz des Dorfes animieren

"Eines meiner ersten Projekte war der Neubau des Feuerwehrhauses", schwelgt Maierhofer in Erinnerung, "das wurde dann im Jahr 2003 eröffnet. Im Jahr 2005 haben wir das alte Feuerwehrhaus zum neuen Bauhof der Gemeinde umgebaut." Auch die Zentrumsentwicklung war dem Vater zweier Töchter ein großes Anliegen. "Koblach ist eine zerstreute Siedlungsstruktur, ein Straßendorf, eine wirkliche Dorf-Mitte hat uns gefehlt", erzählt Maierhofer. "Wir haben dann im Herzen der Gemeinde am Standort des alten Gemeindeamtes einen Neu- und Umbau veranlasst. Das hat sehr zur Belebung und Stärkung des Dorfzentrums beigetragen." Der Umbau des Gemeindeamtes war aber nur die erste Phase des Masterplans zur Zentrumsbelebung. "Für die Zukunft bleiben hier noch weitere Module offen. Diesen Prozess weiterzuführen wird Aufgabe meines Nachfolgers sein", sagt Maierhofer.

"Häuser der Generationen" bündeln soziale Kräfte

Besonders viel Freude bereitete den gebürtigen Koblacher das Projekt "Häuser der Generationen". Die Sozialzentren wurden 2017 als Kooperation zwischen den beiden Kummenberg-Gemeinden Koblach und Götzis errichtet. Das "Haus Koblach" beheimatet ein Pflegeheim und betreutes Wohnen sowie sämtliche Sozialvereine der Gemeinde. Das "Haus Götzis" bietet außerdem Schülerbetreuung nachmittags und in den Ferien, offene Jugendarbeit und auch Elternberatung an. So konnten die Nachbargemeinden ihren Bürgerinnen und Bürgern in Zusammenarbeit zwei Kompetenzzentren im Bereich generationsübergreifender Beratung, Betreuung und Pflege bieten.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

"Ein guter Bürgermeister hat ein offenes Ohr für alle Anliegen und Sorgen der Gemeindebürger, und führt Sachthemen und Probleme zu einer Lösung", weiß Maierhofer seinem Nachfolger, Gerd Hölzl, mit auf den Weg zu geben. "Wir haben einen geeigneten Kandidaten gefunden, und ich bin optimistisch, dass es sehr, sehr gut weitergeht für Koblach", spricht der erfahrene Politiker Hölzl sein Vertrauen aus.

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