13:54 Uhr  //  KW 51  //  Mittwoch, 19. Dezember 2018  //  764 Kollegen online

Der Bürgermeister von Winklarn, Gernot Lechner, ist ab April in Politik-Pension. (Bild: ZVG)

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Majestix von Winklarn geht

Der Neujahrswechsel wurde in der kleinen Gemeinde Winklarn im Bezirk Amstetten von einer kommunalen Überraschung begleitet: Bürgermeister Gernot Lechner kündigte nach 19 Amtsjahren seinen Rücktritt an. Drei Monate später ist es nun soweit und Winklarn hat ab April eine neue Ortschefin. Die bisherige Vizebürgermeisterin Sabine Dorner wird das Amt übernehmen.

Geregelte Nachfolge erleichtert Abschied

"Ich gehe mit gemischten Gefühlen aus dem Amt. Nach so einer langen Zeit ist man tief mit der Arbeit und den Menschen verbunden", blickt Lechner auf seine Amtszeit zurück. Die geregelte und gut vorbereitete Nachfolge habe ihm aber den Rücktritt erleichtert. Einmischungen in die Arbeit sind ab jetzt tabu, denn: "Jeder soll seine eigene Handschrift hinterlassen."

Vor über 30 Jahren wechselte der zweifache Vater vom Bundesheer in den Gemeindedienst. Dort war er ab 1987 als Kassenverwalter und Buchhalter tätig. Ab 1990 war er dann Mitglied im Winklarner Gemeinderat.

Ein offenes Ohr für alle

Lechner verbindet durchwegs positive Erinnerungen mit dem Chefsessel in der Gemeinde und ist auch auf seine Wahlergebnisse stolz, die er alle auswendig kennt: "Das ist schon ein Zeichen, dass man von den Menschen Ernst genommen wird. Mir war der Kontakt zu den Bürgern auch immer ein wichtiges Anliegen und ich habe versucht mich in alle reinzuversetzen und zu verstehen."

Winklarn ist wie Gallien

Zeugnis für Lechners Engagement sind auch die zahlreichen Projekte, die unter seiner Amtszeit verwirklicht wurden. Dazu zählt auch die Errichtung eines neuen Ortsteils in der Gemeinde, den Sonnenpark. Die großangelegte Wohnhausanlage wurde aufgrund des Bevölkerungswachstums in den letzten Jahren dringend benötigt. Der zukünftige Ex-Bürgermeister scherzt dazu: "Ich vergleiche Winklarn, mit Amstetten um uns herum, immer mit Gallien im Römischen Reich. In der Mitte liegt der schönste Platz und die Leute fühlen sich einfach wohl hier."

Winklarn wuchs in den letzten Jahren tatsächlich stetig, von 1.200 auf aktuell knapp 1.700 Einwohner. Durch den Sonnenpark konnte das Wachstum der Gemeinde noch weiter forciert werden.

Stolz auf die Zusammenarbeit

Ein weiteres Vorzeigeprojekt sind auch die Ferienspiele, die 1989 von Lechner initiiert wurden, um die Schulkinder auch in den Sommerferien zu unterhalten. Auf welches Projekt Lechner am meisten stolz sei? "In Wahrheit bin ich sehr stolz, dass wir alle Bewohnerinnen und Bewohner miteinbezogen haben. Jeder konnte sich selbst verwirklichen", erklärt er die kommunale Zusammenarbeit.

"Fad wird mir nicht"

Ganz entspannt wird aber auch jetzt die Zeit des 61-Jährigen nicht, sein Terminkalender ist noch immer voll. Seine Erfahrung bringt er unter anderem bei der Bewerbung für die niederösterreichische Landesausstellung 2021 ein. Mehr Zeit für die Familie soll ebenfalls bleiben: "Fad wird mir nicht."

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