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Ausbildung

Neue Grundausbildung für den Gemeindedienst

Anfang April 2014 hat der Verfassungs- und Verwaltungsausschuss die Novelle des Gemeinde-Vertragsbedienstetengesetzes beschlossen, mit der die Grundausbildung für die Gemeindebediensteten neu geregelt wird. Die Neuregelung der Ausbildung für die Gemeindebediensteten ist zwar nicht die einzige Änderung in dieser umfassenden Novelle, gleichzeitig aber der zentrale Kern. Mit der Neuregelung der Grundausbildung wurde vor allem eine stärkere Praxisorientierung an den Bedürfnissen der Gemeinden erreicht.

Vorangegangen ist der Novelle eine jahrelange Vorbereitungsarbeit und Diskussion über die Zukunft der Ausbildung der Gemeindebediensteten. Nachdem sich im Rahmen eines ursprünglich gemeinsamen Projektes mit dem Land Salzburg abzeichnete, dass die dortigen Reformbestrebungen den Vorstellungen der Salzburger Gemeindebediensteten nicht weit genug entgegenkommen, hat der Salzburger Gemeindeverband gemeinsam mit dem FLGÖ die Initiative ergriffen, eine eigene Grundausbildung für die Salzburger Gemeindebediensteten zu entwickeln. Die klare Zielsetzung bestand in diesem Zusammenhang u.a. darin, die zahlreichen Anregungen und Vorschläge aus dem Kreis der Amtsleiterinnen und der Amtsleiter unmittelbar in die Novelle zu übernehmen. Sowohl das Ausbildungssystem als auch die Ausbildungsinhalte sollten einerseits den organisatorischen Anforderungen einer „berufsbegleitenden“ Ausbildung im Gemeindedienst gerecht werden, gleichzeitig aber auch ein höheres Ausmaß an Synergien in der praktischen Abwicklung gewährleisten. Nachdem sich die Zusammenarbeit mit der Salzburger Verwaltungsakademie im Rahmen des Bildungsverbundes seit vielen Jahren gut bewährt hat, wurde entschieden, auf diesen Organisationsstrukturen weiter aufzubauen. Die neue Grundausbildung sieht grundsätzlich nur mehr zwei Lehrgänge vor: einen für die Bediensteten der Entlohnungsgruppe c (Verwaltungsfachdienst) und einen gemeinsamen Lehrgang für die Bediensteten der Entlohnungsgruppen a, fh und b (Leitender Verwaltungsdienst). Der bisherige „d-Kurs“ entfällt ersatzlos, da die Entlohnungsgruppe d im Verwaltungsdienst nur eine Vorstufe zur Entlohnungsgruppe c darstellt. Der neue Aufbau sieht auch vor, dass für den Fall einer späteren Absolvierung des Lehrganges „Leitender Verwaltungsdienst“ die gemeinsamen „Basisteile“ des Lehrganges Verwaltungsfachdienst nicht mehr wiederholt werden müssen. Bei einem „Umstieg“ von b bzw. fh nach a muss nur ein zusätzlicher Fachgegenstand absolviert werden. Unabhängig von der Entlohnungsgruppe wird auch weiterhin gemeinsam für alle neu eintretenden Gemeindebediensteten eine sog. „Starthilfeveranstaltung“ in Kooperation zwischen dem Salzburger Gemeindeverband und dem FLGÖ angeboten.

Bemerkenswert ist an der neuen Grundausbildung vor allem eines: Erstmals seitdem es überhaupt eine geregelte Ausbildung für den öffentlichen Dienst im Bundesland Salzburg gibt, wurde den Gemeinden die Möglichkeit eröffnet, eine eigene, von der Landesausbildung abgekoppelte Grundausbildung zu absolvieren. Die Kursinhalte bzw. die Module sind jetzt auf die besonderen Bedürfnisse des Gemeindedienstes abgestellt und können in Zukunft rasch und flexibel auf die neuen Anforderungen, die an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestellt werden, angepasst werden. Zweifelsfrei wird sich nach der Durchführung des ersten Grundausbildungslehrganges auch der eine oder andere Anpassungsbedarf ergeben, dennoch: allein der Umstand, dass hier den Gemeinden eine eigene „Ausbildungsschiene“ ermöglicht wird, ist als erheblicher Fortschritt zu wert

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