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Weiterhin eine Konstante in den Schulen - die Schulmilch © Barbara Pheby - Fotolia.com

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Gesundheit

Neugestaltung der Schulmilch-Aktion

Die Schulmilch-Aktion erfährt mit dem Schuljahr 2018/19 einige Neuerungen. Die Vermittlung eines gesünderen Lebensstils soll in Zukunft im Vordergrund stehen.

Gesundheitsministerin Elisabeth Köstinger und Bildungsminister Heinz Faßmann kündigten in einer Pressekonferenz am 11. September 2018 einige Neuerungen im bekannten Schulmilch-Programm an. Künftig soll den Familien der Volkschul- und Kindergartenkindern die Möglichkeit geboten werden, das Programm kostenlos auszuprobieren. Auch neue Finanzierungswege wurden gemeinsam präsentiert.

Bewährtes System

Das Schulmilch-Programm existiert in Österreich bereits seit über 80 Jahren. Die Europäische Union unterstützt seit 1977 die Abgabe von regionalen Milchprodukten an Schülerinnen und Schüler sowie in Kindergärten. Der Förderungsgrad hängt dabei vom Milchanteil des jeweiligen Milchprodukts ab und kann daher variieren. In Österreich sind die Schulmilchlieferanten fast ausschließlich Kleinmolkereien, rund 100 "Schulmilchbauern" gibt es derzeit.

Gesunde Jause - Gesunde Pause

Parallel zur Förderung der Schulmilchaktion wird auch die Verteilung von frischem Obst und Gemüse von der EU unterstützt. Die früher nebeneinander gelaufenen, unabhängigen Programme werden seit 2017 unter dem Schirm des "EU-Schulprogramms" durchgeführt. Besonders das Schulobst soll in Zukunft weiter forciert werden: 50 Prozent des Kilopreises pro Schüler wird durch EU-Fördergelder gedeckt, der Rest wird durch interne Förderungen von Ländern, Gemeinden oder Elternvereinen durch Selbstbehalte finanziert.

Finanzielle Mittel

Für Österreich stehen seitens der EU dieses Jahr vier Millionen Euro zur Verfügung - die Förderung wird dabei so lange ausgeschüttet, bis die Mittel ausgeschöpft sind. Rund 4.000 Schulen und Kindergärten nehmen heuer an der Aktion Teil. Alles, was darüber hinaus geht muss von anderen getragen werden, unter anderem den Gemeinden, Elternvereinen oder komplett aus privaten Mitteln. Gesundheitsministerin Elisabeth Köstinger verkündete im Rahmen dieser Aktion bei einer Pressekonferenz am 11. September 2018, jedes Packerl Milch solle künftig um zehn Cent weniger kosten.

Sie spricht davon, dass rund 300.000 Schülerinnen und Schüler in Zukunft von dieser Neuerung profitieren sollen. Die Antragsformulare für die Förderung kamen mit 4. September online, die erste Zuteilung von Fördermitteln beginnt am 15. September. Informationsmaterial und weiterführende Links befinden sich in der Linkbox.

Mehr als nur Milch

Köstinger spricht nicht nur von einer finanziellen Entlastung für die Familen der Schulkinder: Sie betont wie wichtig es sei, "die Schülerinnen und Schüler schon früh für bewusste Ernährung zu begeistern." Weiters werden ab dem Schuljahr 2018/19 "Schulmilchkoffer" verteilt - sie bieten Lernmaterialien, die den Kindern vermitteln sollen, wie viel Arbeit hinter "hochwertigen Lebensmitteln" steckt, so Köstinger.

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