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Österreich sucht die 'Klimaschutzgemeinde 2009'

Mit einem Wettbewerb suchen Lebensministerium, Verbund und Gemeindebund auch heuer wieder Österreichs klimafreundlichste Gemeinden. Gesucht sind Kommunen, die auf besonders innovative und vorbildhafte Weise in den Bereichen Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Bewusstseinsbildung aktiv sind.

"Mein Ziel ist es, Österreich unabhängiger von fossilen Energieträgern - insbesondere von Öl und Gas - zu machen, und Schritt für Schritt in Richtung Energieautarkie für Österreich zu steuern. Die Gemeinden sind dabei wichtige Partner und durch ihre erfolgreichen Projekte Vorbilder bei der Nutzung erneuerbarer Energie." Das erklärte Umweltminister Niki Berlakovich heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz in Wien, mit der der Wettbewerb "Klimaschutzgemeinde 2009" gemeinsam mit Verbund Vorstandsvorsitzendem Wolfgang Anzengruber und Gemeindebundpräsident Bgm. Helmut Mödlhammer gestartet wurde.

Schon der erste Wettbewerb im Jahr 2008 hat großen Anklang gefunden. 80 Städte und Gemeinden beteiligten sich daran. Für Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer kommt das nicht überraschend. "Es gibt so viele hervorragende Projekte in den Gemeinden, die wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten. Dieser Wettbewerb ist ungeheuer wichtig, um diese Projekte endlich auch einmal vor den medialen Vorhang zu holen. Keines davon ist zu klein oder zu groß, um eingereicht zu werden. Das ist die Chance, unsere Bemühungen auch an eine große Öffentlichkeit zu bringen", rief er die Gemeinden zur Teilnahme auf.

"Wir müssen die Themen Versorgungssicherheit, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in einem umfassenden Prozess gemeinsam engagiert angehen. Als Verbund wollen wir einen wichtigen Beitrag zur Entschärfung der herrschenden Wirtschafts- und Stimmungskrise leisten. Nutzen wir die historische Chance, machen wir einen großen Schritt weiter in eine bessere Energiezukunft - sicherer, unabhängiger und umweltfreundlicher", erläuterte Wolfgang Anzenguber, Vorstandsvorsitzender des Verbund die Motivation des Unternehmens, diesen Wettbewerb finanziell auszustatten.

Großer Erfolg des Wettbewerbs "Klimaschutzgemeinde 2008"
80 Städte und Gemeinden sind beim ersten Wettbewerb dem Aufruf von Lebensministerium, Gemeindebund und Verbund gefolgt und haben ihre Klimaschutzprojekte eingereicht. Von der Jury wurden in einem mehrstufigen Verfahren die Gemeinde Munderfing (Sieger in der Kategorie Bewusstseinsbildung), die Gemeinde Großschönau (Sieger in der Kategorie Energieeffizienz) und die Stadtgemeinde Güssing (Sieger in der Kategorie Erneuerbare Energie) als Österreichs Klimaschutzgemeinden 2008 ermittelt.

Heuer noch bessere Chancen für kleine Gemeinden
Mit dem jährlich stattfindenden Wettbewerb wollen die drei Partner Verbund, Lebensministerium und Gemeindebund ihre Verantwortung im Klimaschutz kontinuierlich wahrnehmen und Österreich mit vielen aktiven Klimaschutzgemeinden "überziehen". Beim diesjährigen Bewerb "Klimaschutzgemeinde 2009" wurden die Einreich-Kategorien nach der Gemeindegröße eingeteilt (weniger als 1.500 Einwohner, zwischen 1.500 und 5.000 Einwohner, mehr als 5.000 Einwohner plus Gemeindeverbände oder Energieregionen). Damit haben kleine Gemeinden heuer noch bessere Chancen, mit ihren Klimaschutzprojekten erfolgreich zu sein.

Die Wettbewerbsbeiträge sollen sich mit der Erzeugung, dem Verbrauch bzw. der effizienten Nutzung von Strom und Wärme befassen. Es kann sich sowohl um technische Maßnahmen als auch um Projekte zur Bewusstseinsbildung handeln. Es ist auch möglich, Projekte einzureichen, die nicht von der Gemeinde selbst initiiert wurden (wie z.B. Schulprojekte), aber unter Beteiligung der Gemeinde stattfinden. Bewertet werden Innovationsgrad, dauerhafte Energie- und Kosteneffizienz, Energie- und Emissionseinsparungen, Einbettung in ein Energiekonzept, regionale Einbettung und Vorbildwirkung. Die Einreichfrist läuft von 16. April bis 14. Juni 2009*.

Gemeinden können ihre Projekte unter www.kommunalnet.at/klimaschutzgemeinde online einreichen.

weitere Informationen zum Wettbewerb (pdf; 79 KB)
Die Preisträger aus 2008 (pdf; 148 KB)


*Anmerkung der Redaktion: Die Einreichfrist wurde bis 21. Juni 2009 verlängert.

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