19:18 Uhr  //  KW 08  //  Samstag, 22. Februar 2020  //  14 Kollegen online

Das Ergebnis einer Umfrage zeigt: Mehr als ein Drittel der Gemeinden fühlt sich über Pflege-Fragen nicht ausreichend informiert. ©Alexander Raths - Fotolia.com

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Umfrage-Ergebnisse

Pflege als große Herausforderung für Gemeinden

Die aktuelle Bürgermeister-Umfrage belegt: Die Bedürfnisse der kommunalen Ebene beim Thema Pflege werden für mehr als zwei Drittel der Befragten nicht ausreichend berücksichtigt. Dabei ist die Pflege eines der drängendsten Themen für Österreichs Gemeinden.

Eine im November in Kooperation mit SeneCura durchgeführte Online-Umfrage des Gemeinde-Portals Kommunalnet, an der mehr als ein Viertel aller Gemeinden (570 von 2.015) teilgenommen hat, eröffnet aufschlussreiche Einblicke in die Stimmungslage der Gemeinden zum heiß diskutierten Pflege-Thema. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen und des Pflegepersonalmangels ist für die Gemeinden die Betreuung und Pflege der immer älter werdenden Bevölkerung unter allen Zukunfts-Themen eines der dringendsten und brisantesten.

Ausgaben für die Pflege um 31 Prozent gestiegen

Tatsächlich ist die aktuelle Situation alles andere als einfach: Nahezu die Hälfte der Gemeinden empfindet die Organisation der Pflege in ihrer Gemeinde als herausfordernd. Nur 47 Prozent der Gemeinden sind mit der Organisation der Pflege in ihrer eigenen Gemeinde derzeit zufrieden. "Die Organisation der Pflege ist für die Gemeinden nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine finanzielle Herausforderung. Seit 2012 sind die Ausgaben für die Pflege um 31 Prozent gestiegen. Bei der Finanzierung der Pflege müssen Bund und Länder die Gemeinden viel stärker unterstützen und als Gemeindebund müssen wir auch bei den notwendigen Reformen direkt mitreden und mitverhandeln", fordert Gemeindebund-Präsident Bürgermeister Alfred Riedl.

Zu wenig Involvierung und Information jener, die den Menschen am nächsten sind

Über eine Reform des Pflege-Systems und vor allem dessen Finanzierung wird auf Bundesebene seit längerem diskutiert, eine Lösung in Kooperation mit allen Systempartnern wurde von der letzten Bundesregierung in Aussicht gestellt. Aktuell geben allerdings 67 Prozent der Gemeinden im Rahmen der Umfrage an, dass aus ihrer Sicht beim Thema Pflege-Organisation und -Finanzierung nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der kommunalen Ebene Rücksicht genommen wird. Und auch beim Informationsstand der Gemeinden über Pflege-Fragen werden Defizite diagnostiziert: Mehr als ein Drittel der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister oder Gemeinde-Vertreterinnen und -Vertreter fühlen sich über Fragen der Pflege-Organisation nicht ausreichend informiert, um der Bevölkerung zufriedenstellend weiterhelfen zu können. Lediglich 35 Prozent fühlen sich hinreichend informiert.

Bei der Frage nach den wichtigsten Auskunftsstellen für die kommunalen Akteure hat sich gezeigt, dass stationäre Pflegeeinrichtungen wie Pflegeheime für 42 Prozent jener Gemeinden, in denen es solche gibt, die zentralen Ansprechpartner in Pflege-Fragen sind. Deutlich dahinter folgen das Gemeinde- und Sozialamt (24 Prozent), Hilfsorganisationen (13 Prozent) und Bezirkshauptmannschaft bzw. Landesregierung (12 Prozent) sowie der Gemeinde-Arzt (9 Prozent).

SeneCura als Partner der Gemeinden

"Wir verstehen uns als starker und kompetenter Partner der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und sind in allen 57 Gemeinden, in denen sich eines der 65 SeneCura Sozialzentren befindet, gerne der erste Ansprechpartner in Sachen Pflege. Wir sehen es auch als unsere Verantwortung im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner, eine aktive Rolle in der Gemeinde zu spielen und uns am sozialen Leben im Ort nicht nur zu beteiligen, sondern es auch zu beleben. Denn in unserem Verständnis ist eine stationäre Pflegeeinrichtung ein offener, gut integrierter Treffpunkt innerhalb der Gemeinde. Wir fördern das durch die Integration von Kindergärten, das Angebot eines Mittagstischs für die Schülerinnen und Schüler der örtlichen Schule, Fitness-Studios für Seniorinnen und Senioren oder Ärzte-Zentren an vielen unserer Standorte ebenso wie durch die starke Einbindung der Bevölkerung. Die vielen ortsansässigen Freiwilligen, die regelmäßig in unsere Häuser kommen, spielen dabei eine wichtige Rolle", fasst SeneCura CEO Anton Kellner seine starke Verbundenheit mit den Gemeinden zusammen.

Im Sinne dieser Allianz hat sich die SeneCura Gruppe, führender privater Betreiber von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Österreich, angesichts der Ergebnisse der Gemeinde-Umfrage nun auch dazu entschlossen, in Kooperation mit dem Österreichischen Gemeindebund die Bedürfnisse der kommunalen Ebene im Pflege-Thema näher zu beleuchten. Dafür wurde das Wirtschaftsforschungsinstitut mit einer umfangreichen Studie beauftragt, die Anfang des Jahres gestartet wurde.

Um an dieser Studie teilzunehmen, klicken Sie bitte hier "Pflege in Gemeinden" Teil 2.

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