00:32 Uhr  //  KW 26  //  Dienstag, 25. Juni 2019  //  6 Kollegen online

Die Mitarbeiterinnen der Ötztalpflege vor ihrem Fuhrpark. Durch das breite Angebot ist die Mobilität der Mitarbeiterinnen unverzichtbar. ©Skamen

Drei Gemeinden arbeiten zusammen, um eine hochwertige Pflege zu ermöglichen.

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Tirol

Pflegekooperation macht sich bezahlt

Ende des vergangenen Jahres wurde der Sozial- und Gesundheitssprengel Vorderes Ötztal in die so genannte Ötztalpflege umgewandelt. Für die erfolgreiche Idee erhielt die Initiative den Tiroler Gemeindekooperationspreis.

Bereits im Frühjahr 2018 wurden die Bemühungen zur Schaffung der Ötztalpflege durch die Gemeinden Sautens, Oetz und Umhausen intensiviert. Ende des Jahres wurden dann die notwendigen Verträge unterfertigt, in Sautens ein eigenes Büro geschaffen, das seither unter der Leitung von Sandra Friedl als zentrale Anlaufstelle dient. Das war der Startschuss für die Ötztalpflege.

Schwellenängste abbauen

Rund 25 Mitarbeiter sind aktuell in der Ötztalpflege tätig und arbeiten dort einen umfangreichen Aufgabenkomplex ab. Dabei ist man sich in der Ötztalpflege bewusst, dass zunächst gewisse Schwellenängste abgabut werden müssen.

"Einen mobilen Pflegedienst in Anspruch zu nehmen, bedeutet im ersten Moment, fremden Menschen zu vertrauen. Deswegen steht am Beginn immer ein ausführliches Erstgespräch zum besseren Kennenlernen. Dabei wird mit den Patienten, den Angehörigen und dem Ötztalpflege-Team ein exakt abgestimmtes Versorgungskonzept erstellt. Selbstverständlich gibt es natürlich auch eine ausführliche Beratung hinsichtlich der Finanzierung", heißt es im aktuellen Folger Ötztalpflege sinngemäß.

Folgende Leistungen werden angeboten:

  • Pflege: Grundpflege - Hilfestellung bei der Köpferpflege, Durchen und Baden, An- und Auskleiden, Hauspflege, Medizinische Versorgung: Wundversorgung, Medikamentendosierung, -verabreichung, -bereitstellung, Kompressionen, Kontrolle von Blutzucker. Blutdruck- und Pulsmessen, Legen und Versorgen von Blasen- und anderen Kathetern, Schmerztherapie.
  • Haushaltshilfe/Heimhilfe: Besorgungstätigkeiten, Arztfahrten, Haushaltstätigkeiten (Bügelarbeiten, Reinigungen usw.)
  • Soziale Betreuung: Alltagsbewältigung, Aktivierung (Spazieren gehen, leichte Leibesübungen), Beschäftigung (Spiele, Lesen usw.)
  • Heilbehelf-Verleih: Elektrische Pflegebetten, Rollstühle, Sauerstoff-Konzentrator, Badelift, WC-Stühle, Infusionsständer, Rollatoren, Gehböcke.
  • Essen auf Rädern: Für Frauen im Wochenbett, Pflegebedürftige oder als kleine Entlastung im Alltag. Das Essen wird in der Küche des Altenheimes in Haiming zubereitet und direkt in die Haushalte geliefert.

Als Besonderheit findet sich im Programm der Ötztalpflege auch betreutes Urlauben. Zu diesem Zweck kommen die Mitarbeiter auf Wunsch in die Unterkunft in einem der Partnerbetriee und versort die Gäste bestmöglich mit den angebotenen Leistungen.

Die Ötztalpflege hat sich in jedem Fall schon in den ersten Monaten ihres Bestandes bezahlt gemacht. Ganz getreu der ausgegebenen Philosophie, die da lautet: "Wir nehmen den Menschen als ein Ganzes wahr. Körper, Geist und Seele müssen gepflegt werden, um trotz aller Umstände ein Leben in Würde zu ermöglichen. Deshalb ist jeder Patient für uns ein wertvolles Individuum, dem wir bei der Pflege unsere gesamte Aufmerksmakeit zukommen lassen. Hierbei geht es nicht nur darum, den Alltag zu erleichtern, sondern auch um die Pflege des Geistes und der Seele mit sozialen Kontakten und kulturellen Bereicherungen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit soll nicht nur den Patienten, sondern auch mit den Ärzten und Therapeuten aufgebaut werden. So können wir immer auf dem aktuellen Wissenstand bezüglich des Wohlbefindens unserer Patienten bleiben und entsprechend handeln."

Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an die Ötztalpflege, Dorfstraße 66, 6432 Sautens (Tel.: +43 5858/ 21 497, E-Mail: info(at)oetztalpflege.at )

Dieser Artikel wurde im Tirol.Kommunal publiziert. Nebenstehend finden Sie den Link zur gesamten Ausgabe.

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