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"Ich sage immer Stillstand ist Rückschritt. Die Gemeinde Sankt Agatha soll deshalb am Puls der Zeit bleiben und Projekte umgesetzt werden", so der neue Bürgermeister Manfred Mühlböck. ©Alois Ferihumer

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Sankt Agatha: Wechsel nach 28 Jahren

Die oberösterreichische Gemeinde Sankt Agatha im Bezirk Grieskirchen hat mit Manfred Mühlböck einen neuen Bürgermeister. Der 48-Jährige konnte sich mit 63,51 Prozent der Wählerstimmen gegen den SPÖ-Kandidaten Konrad Baschinger durchsetzen und ist seit 3. Dezember 2017 der neue Ortschef der 2.120-Einwohner-Gemeinde. Die Wahlbeteiligung in der Gemeinde lag bei 80,42 Prozent. "Es ist etwas Besonderes Bürgermeister in Sankt Agatha zu sein und ich möchte mich bei den Bürgern bedanken", so Mühlböcks Reaktion auf den Wahlsieg. 

Altbürgermeister Franz Weissenböck leitete über 28 Jahre die Geschicke Sankt Agathas und legte mit 17. August 2017 seine Funktion zurück. Aus seiner Amtszeit zieht er ein durchwegs positives Fazit. "Dass die Gemeinde heute als lebenswert empfunden wird und viele junge Menschen hier bleiben möchten, sehe ich als großen Erfolg." Mühlböck war seit 2007 Vizebürgermeister in der Gemeinde und führte die letzten Monate bis zur Wahl bereits interimistisch die Amtsgeschäfte.

Gründer des Sozialfonds "Sankt Agatha hilft"

In die Politik kam der neue Ortschef durch seinen Freundeskreis, der ihn dazu motivierte der Jungen ÖVP beizutreten. So war er von 1991 bis 1996 deren Obmann in St. Agatha. Im Jahr 1991 wurde er außerdem in den Gemeinderat und 1996 in den Gemeindevorstand gewählt. Bereits im Amt des Vizebürgermeisters, übte er von 2008 bis 2016 die Funktion des Obmanns des Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (ÖAAB) in Sankt Agatha aus. Seit 2016 ist er zudem der Obmann der ÖVP-Ortspartei.

2001 wurde der Familienvater auch zum Gründungsobmann des Dorfentwicklungsvereines im Ort. Diese Funktion inne, gründete er den Sozialfonds "Sankt Agatha hilft". Er dient dazu, dass Gemeindebewohnern in tragischen Notsituationen rasche und unkomplizierte Hilfe gewährt wird. "Man kann das Leid zwar nicht mindern, aber wir versuchen zusammenzuhalten und dort zu helfen, wo es unerlässlich ist. Dafür gibt es Personal, das ganz genau weiß, was die Menschen in solchen Momenten brauchen", erzählt der Bürgermeister.

"Nahbar für die Menschen sein"

Nach der Volks- und Hauptschule absolvierte Mühlböck den Lehrberuf des Bürokaufmanns. "Das war eine sehr schöne Zeit und ich hatte tolle Ausbildner. Von ihnen wurde mir das Rüstzeug für die Zukunft mitgegeben", so der Familienvater. Nun ist er neben seiner Aufgabe als Bürgermeister nach wie vor als Verwaltungsleiter beim Gewässerbezirk in Grieskirchen tätig. Hier hat er die Buchhaltung sowie Hochwasserschutzprojekte und den Baudienst inne. Außerdem ist er zusätzlich als Personalvertreter aktiv.

Fragt man den Ortschef, wie sich seine Amtstätigkeit und der Beruf vereinbaren lassen, reagiert er zuversichtlich. "Man braucht ein strenges Zeitmanagement. Als Bürgermeister muss man nahbar für die Menschen sein und ich werde mir die Zeit im Amt nehmen. Mein Beruf ist mein Hobby und ich verbinde sozusagen das eine mit dem anderen."

Die Liebe zur Heimat

In seiner Freizeit ist Mühlböck in der eigenen Landwirtschaft tätig. Vor allem genießt er es, in der Heimatgemeinde zu entspannen. "Ich brauche keine Überseereisen, sondern fühle mich in Sankt Agatha irrsinnig wohl. An diesem idyllischen 'Platzerl' komme ich zur Ruhe", erzählt der Ortschef. Die Unterstützung seiner Familie ist ihm außerdem gewiss. "Dass ich zur Wahl antrete, habe ich im Vorhinein mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen besprochen. Nach dem Sieg empfingen sie mich dann vor dem Gemeinderat und ich hatte Tränen vor Freude in den Augen."

Mühlböcks nächstes Ziel in der Gemeinde ist die Sanierung des viel benutzten Turnsaales. Dieser dient Schulen sowie Vereinen. Ebenso möchte er die Sanierung der Schulküche, die gesunde Ernährung mit regionalen Produkten bieten soll, umsetzen. Weitere Vorhaben sind eine Verbesserung der Kinderbetreuung, der Gehwege und des Breitbandinternets. "Ich sage immer Stillstand ist Rückschritt. Die Gemeinde soll deshalb am Puls der Zeit bleiben und Projekte umgesetzt werden", so der Bürgermeister.

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