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Soziales

Sozialzentrum Servus belebt Würnitz

Nach einer erfolgreichen Teilnahme am Ideenwettbewerb der Niederösterreichischen Dorf- und Stadterneuerung wurde im Harmannsdorfer Ortsteil Würnitz ein Sozialzentrum errichtet, das von Freiwilligen betreut wird. Die Angebote sind vielfältig und tragen zur Aufwertung des gesamten Gemeindegebiets bei.

Um den Ortsteil Würnitz wieder mit neuem Leben zu füllen, entschlossen sich einige Anwohner dazu, ein Projekt bei der Niederösterreichischen Dorf- und Stadterneuerung einzureichen. Viele Junge Leute sind aus Würnitz abgewandert und die ältere Generation machte sich Gedanken darüber, wie das gesellschaftliche Leben trotzdem erhalten bleiben könnte. Nachdem die Initiatoren bereits im Jahr 2004 erfolgreich an einem Ideenwettbewerb teilgenommen haben und dafür von Seiten des Landes viel Lob ernteten, wurde beschlossen das Projekt "Sozialzentrum Servus" in die Tat umzusetzen.

Servus bietet vielfältiges Programm 

Seit September 2010 besteht das Sozialzentrum in Würnitz, das von insgesamt knapp 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut wird. Als Standort dient der ehemalige Pfarrhof, der mit Hilfe der Gemeinde barrierefrei umgebaut wurde. Das Sozialzentrum dient einerseits als Ort der Kommunikation zwischen Jung und Alt, aber auch für Senioren untereinander. Bei den sogenannten Generationen-Gesprächen treffen sich alte und junge Menschen um gemeinsam zu spielen, zu musizieren oder auch interessiert den Geschichten des jeweils anderen zu lauschen. Für Sportbegeisterte gibt es außerdem ein ausführliches Turnprogramm. Das Kernstück des Zentrums ist der Seniorentreff, der von vielen Würnitzern genutzt wird. An drei Halbtagen pro Woche wird ein abwechslungsreiches Programm geboten: Tanz, Bastelei und Spiele stehen genauso am Programm wie Kräuterkunde und Koch-Tipps. Zudem ist das Servus auch bei anderen Veranstaltungen und Angeboten geöffnet.

Ein weiteres Highlight folgt demnächst: In Planung ist ein Nachbarschaftsservice bei dem sich Interessierte bei diversen Arbeiten gegenseitig helfen können.

Großteil wird ehrenamtlich erledigt

Das Team des Sozialzentrums besteht aus einem zehnköpfigen Vorstandsteam und knapp 20 weiteren ehrenamtlichen Helfern, "und die Zahl der Freiwilligen ist nach wie vor im Steigen begriffen", freut sich Obfrau Luise Kasess. Auch dass einige Mitarbeiter aus umliegenden Gemeinden kommen, ist ein Zeichen für den Erfolg des Projektes. Bezahlt werden lediglich die Vorturnerin und eine Reinigungskraft.

Der Verein "Servus" besteht aus insgesamt 150 Mitgliedern, die mit ihren Beiträgen- 10 Euro jährlich- gemeinsam mit lokalen Sponsoren einen finanziellen Grundstein für die Betreiber legen. Tatkräftige Unterstützung bei der Errichtung gab es auch von der Gemeinde, dem Land Niederösterreich, der Diözese sowie der Pfarre.

Erfreulich ist, dass ein Mitgrund für die Errichtung des Sozialzentrums, die Abwanderung der Jugend aus dem Ort, nun kein Kriterium mehr ist: "Mittlerweile wurden Wohnungen errichtet und es sind wieder junge Familien zugezogen," schildert Kasess.

 

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