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Eduard Paminger war auf den Tag genau 22 Jahre lang Bürgermeister von St. Aegidi in Oberösterreich. (Bild: ZVG)

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St. Aegidi: Langzeit-Bürgermeister geht

St. Aegidi im oberösterreichischen Bezirk Schärding verabschiedet sich von seinem langjährigen Ortschef: Genau 22 Jahre nach seiner ersten Angelobung hat Eduad Paminger am 7. November 2019 das Bürgermeisteramt zurückgelegt. "Rückblickend war es eine schöne Zeit", fasst Paminger seine Schaffensperiode zusammen. Dabei kam der Eintritt ins Amt damals eigentlich überraschend.

Voller Tatkraft ins Amt

Als der damalige Bürgermeister Konrad Sageder im Jahr 1997 erklärte, nicht mehr kandidieren zu wollen, war Paminger gerade Vizebürgermeister. "Eigentlich war mir das zu früh", meint der 67-Jährige, der damals zwei kleine Kinder zu Hause und kurz zuvor einen Betrieb gegründet hatte. Nein sagen habe er dann aber auch nicht wollen, erzählt der Landwirt, denn die Freude am Gestalten überwog: Am 7. November 1997 wurde Paminger als neuer Bürgermeister angelobt.

Zahlreiche Projekte konnten unter Paminger verwirklicht werden, angefangen mit der Gründung der Leaderrregion "Sauwald", im Rahmen derer große Vorhaben wie der Baumkronenweg umgesetzt wurden, bis hin zur Sicherung einer öffentlichen Wasserversorgung für das gesamte Gemeindegebiet. "Es war nicht immer alles konfliktfrei", erzählt der scheidende Bürgermeister. Am Ende habe man aber doch alle mit ins Boot holen können.

Erfolgreiche Ortskernbelebung

Pamingers Herzensprojekt war aber die Neugestaltung und Wiederbelebung des St. Aegidier Ortskerns. Dafür kaufte die Gemeinde leer stehende Liegenschaften und aufgelassene Geschäftslokale auf, um sie anschließend neu zu beleben. Besonders lohnend sei es gewesen, dass der Prozess unter Beteiligung der Bürger in Gang gesetzt wurde, erzählt Paminger. Im Rahmen des "Agenda 21 Zukunftprofils" beteiligten sich mehr als 300 Gemeindebürger an der Ideenfindung. Als Ergebnis konnte unter anderem der Kirchenwirt angekauft und wieder in Betrieb genommen werden.

Der gemeinsame Gestaltungsprozess ist Paminger ein großes Anliegen: "Ich habe während meiner Amtszeit gelernt, dass das die wichtigste Voraussetzung ist." Man müsse die Bürger bei jedem Vorhaben "mitnehmen", ist sich der Bürgermeister sicher.

Nachfolger im Gemeinderat gewählt

In Zukunft will sich der 67-Jährige mehr Zeit für sich und seine Familie nehmen. Als Landwirt, meint er schmunzelnd, habe man sowieso immer genug Arbeit. Sein Nachfolger wurde am 8. November 2019 gewählt. Dieser heißt übrigens auch Paminger, ist aber nicht mit dem langjährigen Ortschef verwandt.

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