14:57 Uhr  //  KW 38  //  Freitag, 20. September 2019  //  313 Kollegen online

Die Aktion "blühende und summende Steiermark" war in Buch-St. Magdalena ein voller Erfolg. Begeistert pflanzten Kinder etwa 400 Wildkräuter und -blumen. (Bild: ZVG)

Ferialpraktikant/innen des Gemeindeamts sind im Sommer mit zwei Elektro-Autos unterwegs. Eine E-Tankstelle befindet sich im Bau. (Bild: ZVG)

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Summen und Brummen in der Steiermark

In Buch-St. Magdalena gedeihen viele hundert Wildkräuter, klimabewusste Kinder und starke Kooperationen. Die steirische Gemeinde stellt zahlreiche Klimaschutz-Bemühungen an, und motiviert dabei Groß und Klein es ihr gleichzutun.

Im steirischen Buch-St. Magdalena kümmert man sich um die Natur. "Wir bemühen uns, ohne das groß hervorzuheben", zeigt sich Bürgermeister Gerhard Gschiel bescheiden. Ohne Grund - denn die Bemühungen der 2.200 Einwohner/innen starken Gemeinde können sich sehen lassen. Buch-St. Magdalena ist bereits seit Jahren Naturstromgemeinde, komplett glyphosatfrei, Träger einer "Klimabündnis Schule"-Auszeichnung und Teil des Projekts "Klima- und Energie-Modellregion" mit Bad Waltersdorf.

Zusammen schafft man mehr als allein

"Was können wir noch tun? Was braucht's dafür?" Das sind Fragen zu potentiellen Umweltschutz-Maßnahmen, die in den vierteljährlichen Sitzungen der "Klima- und Energie-Modellregion Bad Waltersdorf und Buch-St. Magdalena" diskutiert werden. Die zwei Gemeinden im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld gründeten 2017 gemeinsam die Klimaschutz-Kooperation, denn zusammen schafft man mehr als allein.

Zu den Bereichen, die die Kooperationspartner gemeinsam stemmen, gehören unter anderem die Implementierung von Ökomobilität und die Anhebung der regionalen Stromerzeugung, insbesondere durch Photovoltaik. Außerdem bieten die Gemeinden Energieberatungen an, die von den Bewohner/innen gerne in Anspruch genommen werden - "vor allem bei der Heizwerk-Umstellung und beim Bereitstellen von PV-Anlagen", erläutert Gschiel.

Nachhaltige Heizgsch'ichten für's gute Klima

Seit fünf Jahren bezieht Buch-St. Magdalena ausschließlich Strom, der aus Wind, Wasser oder Sonne gewonnen wird. "Wir zahlen mehr, aber mit gutem Gewissen", ist sich Gerhard Gschiel sicher. Auch im Heizbereich arbeitet die Gemeinde mit nachhaltigen Alternativen. So sind bereits alle öffentlichen Gebäude an eines der Biomasse-Heizwerke in den zwei Ortsteilen angeschlossen. Auch in privaten Haushalten wird der Umstieg auf Biomasse erleichtert, denn Förderungen dafür gibt's von der Gemeinde noch zusätzlich zu steirischen Landes-Förderungen. "Bei der jüngeren Generation fällt das Umdenken leichter", berichtet der Bürgermeister. "Bei Jungfamilien, die ein Haus bauen, da findet man keine fossilen Heizg'schichten mehr."

Im E-Auto durch die City düsen

Die Sommerpraktikant/innen des Gemeindeamts freuen sich, denn sie dürfen für den Außendienst hinter dem Steuer moderner Elektro-Autos sitzen. Dafür wird gerade an der Errichtung einer E-Tankstelle gearbeitet, auch wenn es in privaten Haushalten erst vereinzelt Elektro-Autos zu sehen gibt. Die E-Fahrzeuge gehören für Bürgermeister Gschiel zu den spannendsten Projekten der letzten Jahre. "Die imponieren mir selbst sehr, ich spiele auch mit dem Gedanken mir privat eins anzuschaffen", sagt Gschiel, aber er warte dafür noch bessere Preis-Leistungs-Verhältnisse ab.

Kinder pflanzen mit Begeisterung

Wiesensalbei, Minze, Thymian - nur ein paar von etwa 400 Wildkräutern und Wildblumen, die im letzten Schulsemester von den örtlichen Volksschüler/innen ausgepflanzt wurden. Das wilde Pflanzen fand im Rahmen der Landesaktion "blühende und summende Steiermark" statt. "Das war vor allem für die Kinder ein großes Erlebnis und ein Aufrütteln. Wir haben den Boden vorbereitet, und die Kleinen haben die Pflanzen mit Begeisterung gesetzt", freut sich Gschiel über den Erfolg des Projekts.

Mit Begeisterung wird im Gemeindeamt auch schon an den nächsten Klimaschutz-Projekten, die noch in den Kinderschuhen stecken, gearbeitet: nämlich die Versorgung der Kläranlagen-Pumpstationen mit PV-Anlagen, und die Modernisierung des Abfallwirtschaftszentrums. Hoffentlich schlagen auch diese Ideen Wurzeln!

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