07:40 Uhr  //  KW 07  //  Sonntag, 18. Februar 2018  //  5 Kollegen online

In mehreren Gemeinden haben sich Unbekannte als Beamte ausgegeben. Der letzte bekannte Fall ereignete sich in Kremsmünster. © max dallocco - Fotolia.com

Kremsmünsters Amtsleiter Reinhard Haider betont, dass die Gemeindemitarbeiter im Außendienst alle ihre Dienstausweise vorzeigen. Somit können Bürger einfach erkennen, ob es sich um einen Betrüger handelt oder nicht. (Bild: ZVG)

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Kremsmünster

Trickbetrüger kam als Gemeindemitarbeiter

2.000 Euro hat ein Trickbetrüger in Kremsmünster erbeutet, weil er sich als Gemeindemitarbeiter ausgegeben hat. Er gab vor, das Haus bautechnisch überprüfen zu müssen.

Den Überraschungsmoment nutzte ein Trickbetrüger am Dienstag, den 23. Jänner 2018, in Kremsmünster bei einem älteren Ehepaar (beide über 80 Jahre alt). Er verschaffte sich durch die unversperrte Haustür zutritt und stand den perplexen Senioren gegenüber. Der Mann, der offenbar in heimischem Dialekt sprach, gab sich als Gemeindemitarbeiter aus, der die Bautechnik überprüfen wolle.

Das gutgläubige Ehepaar führte den Mann anschließend durch das Erdgeschoß. In einem unbeobachteten Moment steckte er die Geldbörse, in der sich unter anderem Bargeld, eine Bankomatkarte, Führerscheine und Zulassungscheine befanden, ein und verließ das Haus. Er konnte 1.500 Euro an Bargeld erbeuten.

Komplizen forschten Haus bereits am Vortag aus

Die Ermittler vermuten, dass die Komplizen des Diebes schon am Vortag die Lage ausgekundschaftet haben. Die Pensionisten kauften nämlich zwei Unbekannten eine wertlose Wolldecke um 300 Euro ab. Diese Situation dürften die beiden ausgenutzt haben, um das Haus auszuspionieren und herauszufinden, wo das Paar die Geldtasche aufbewahrt.

Amtsleiter Haider: "Unsere Mitarbeiter zeigen ihren Dienstausweis"

Kremsmünster ist mit über 6.500 Einwohnern schon eine mittlere Gemeinde, in der nicht mehr jeder jeden kennt. Aber dennoch hat die Marktgemeinde in der Vergangenheit schon Vorkehrungen getroffen. "Von der Gemeinde kommen Mitarbeiter zu den Haushalten, wenn sie die Wasserzähler kontrollieren,  Bauverhandlungen oder eine Feuerbeschau durchführen. Sie haben aber alle einen Dienstausweis mit Foto, den sie bei diesen Besuchen auch vorweisen. Das soll eigentlich solche Betrügereien verhindern", erklärt Amtsleiter Mag. Reinhard Haider. Auch in der Gemeindezeitung wird regelmäßig informiert. 

"Um weiteren Fällen vorzubeugen, werden wir aber demnächst wieder ein Foto unserer Mitarbeiter in der Gemeindezeitung veröffentlichen, damit sich die Bürger auch die Gesichter wieder in Erinnerung rufen können", so Haider.

Auch in Puchenau haben es die Betrüger schon probiert

Ein ähnlicher Fall hat sich laut Oberösterreichischen Nachrichten auch in Puchenau ereignet. Dort hat sich ein Unbekannter gegenüber eine älteren Dame als Mitarbeiter des Finanzamts ausgegeben. Ihr zufällig anwesender Schwager hat durch seine Geistesgegenwart aber Schlimmeres verhindert. Er verwehrte dem Unbekannten den Zutritt und drohte mit der Polizei, worauf der Mann die Flucht ergriff.

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