15:25 Uhr  //  KW 51  //  Montag, 16. Dezember 2019  //  1250 Kollegen online

Die Proteste im Irak haben schon zahlreiche Opfer gefordert. Als Gegenmaßnahme setzen die Vereinten Nationen mit ihrem Entwicklungsprogramm auf die Stärkung der regionalen Regierungen. Lokale Behörden in der EU können den irakischen Provinzen dabei helfen, Dezentralisierungsmaßnahmen umzusetzen. ©Andyworks/iStockphoto.com

Die Peer-to-Peer-Zusammenarbeit hilft nicht nur dabei, die Stabilität im Irak wieder herzustellen, sondern fördert auch globale Vernetzungsmöglichkeiten auf regionaler Ebene. ©Gerd Altmann - pixelio.de

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Unterstützung für irakische Provinzen

Die politischen Unruhen im Irak haben mit der Rücktrittsankündigung des Premiers einen neuen Höhepunkt erreicht. Mit einer Initiative, die die lokalen Behörden im Irak stärken soll, wollen die Vereinten Nationen wieder für mehr Stabilität sorgen. Europäische Gemeinden und Behörden werden dazu aufgefordert, den lokalen Regierungen im Irak zur Seite zu stehen.

In der relativen Sicherheit unserer mitteleuropäischen Demokratie erreichen uns fast täglich schockierende Bilder der irakischen Aufstände. Zwei Monate nach Beginn der Proteste zählen diese bereits mehrere hundert Tote und Verletzte, auf den Straßen Bagdads reihen sich Trauerkranz an Trauerkranz.

Zusammenarbeit zwischen Behörden in Europa und im Irak

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP (United Nations Development Programme) will nun bei der Wiederherstellung der Stabilität in dem gebeutelten Land durch Zusammenarbeit im Bereich der Kommunalpolitik helfen. Das UNDP ruft zur Interessensbekundung auf für eine Peer-to-Peer Kooperation mit den irakischen Provinzen.

Peer-to-peer bedeutet, dass zwischen lokalen Behörden unterschiedlicher Länder ein Dialog auf Augenhöhe entstehen soll. Dies soll den Austausch von Know-How über Dezentralisierungsmaßnahmen erleichtern. Lokale Behörden und Gemeinden aller EU-Mitgliedsstaaten können auf diese Weise den irakischen Regionalregierungen helfen.

Partnersuche für neun irakische Provinzen

Das Programm wird von der Europäischen Union gefördert und zielt darauf ab, Wissen über Dezentralisierungsmaßnahmen zu verbreiten, das kulturelle Verständnis zwischen den Partnern zu verbessern und den irakischen Provinzen mehr Möglichkeiten für einen vollständigen Dezentralisierungsprozess zu bieten.

Insgesamt werden für neun irakische Regierungsbezirke Partnerbehörden gesucht, wobei mehrere europäische Behörden mit einem irakischen Bezirk zusammenarbeiten können. Im Rahmen des Programms wird ein Budget von jeweils 500.000 US-Dollar für jede Kooperation bereitgestellt. Die Peer-to-Peer-Zusammenarbeit kann zum Beispiel Studienaufenthalte, interaktives Coaching und Austausch von Best-Practice-Beispielen, oder die Identifizierung von Dezentralisierungs-Lücken beinhalten.

Bis Ende Dezember bewerben

Die Frist, um sich als Partnerbehörde zu bewerben, läuft noch bis 31. Dezember 2019. Bis 15. Dezember 2019 besteht noch die Möglichkeit, sich beim UNDP nach näheren Details zu erkundigen. Für die Bewerbung ist das nebenstehende Formular der Interessensbekundung (Call for Expression of Interest) in englischer Sprache ausgefüllt per E-Mail an Leila.sabrina.taleb(at)undp.org zu übermitteln.

Betreff: Supporting Recovery and Stability through Local Development in Iraq: Peer-to-Peer Cooperation
Attention: Ms.Leila Taleb
in cc: Mr.Abdulkerim Al-Khafaji
Abdulkerim.al-khafaji(at)undp.org

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des UNDP und im Informationsblatt (beides nebenstehend in englischer Sprache).

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