10:39 Uhr  //  KW 38  //  Freitag, 20. September 2019  //  2485 Kollegen online

Die vier Bürgermeister Manfred Huber (Hargelsberg), Thomas Berger (Hofkirchen), Christian Kolarik (Kronstorf) und Christoph Gallner (Niederneukirchen) besuchten den gemeinsam betriebenen Sommerkindergarten um sich auszutauschen. ©Stadlbauer

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Ferienbetreuung

Vier Gemeinden, ein Sommerkindergarten

Vier oberösterreichische Gemeinden im Bezirk Linz-Land betreiben seit Jahren gemeinsam mit dem Familienbund einen Sommerkindergarten. Durch die Kooperation ist es ihnen möglich, berufstätige Eltern auch während der Ferien zu entlasten.

Mit der ersten Septemberwoche hat in den westlichen Bundesländern der Schulalltag für tausende Schüler auf's Neue begonnen. Auch die Kindergärten nehmen ihren regulären Betrieb wieder auf. Doch der nächste Sommer kommt bestimmt, und wird abermals zahlreiche berufstätige Eltern vor eine logistische Herausforderung stellen. Vor allem im ländlichen Raum ist die karge Betreuungslandschaft oft Anlass für stressinduzierte Schweißausbrüche vieler Mütter und Väter. Vier oberösterreichische Gemeinden im Bezirk Linz-Land wollten dem Abhilfe verschaffen, und gründeten vor vier Jahren gemeinsam in Kooperation mit dem oberösterreichischen Familienbund einen Sommerkindergarten.

Drei Altersklassen aus vier Gemeinden

Im Rahmen des Saisonendes trafen sich alle Bürgermeister der vier Kooperationsgemeinden Hargelsberg, Hofkirchen im Traunkreis, Kronstorf und Niederneukirchen in der letzten Augustwoche im Sommerkindergarten im 1.400 einwohnerstarken Hargelsberg."Wir treffen uns jedes Jahr und tauschen uns aus, besprechen auch mit den Pädagoginnen wie's so läuft und was verbessert gehört", erklärt der Hargelsberger Bürgermeister Manfred Huber. Im Rahmen des Ferienprogramms werden Krabbelgruppen-, Kindergarten- und Hortkinder bis 16 Uhr betreut, und damit den Bewohnern der Kooperationsgemeinden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter die Arme gegriffen.

Gemeinsame Lösung satt teurer Alleingang

Jede Gemeinde für sich würde sich so ein Angebot nicht leisten können, da sind sich die Bürgermeister einig. "Die Finanzen werden auf die vier Gemeinden aufgeteilt, je nach Anzahl der Kinder. Wie viele kommen ist nicht immer gleich, je nach Bedarf der Eltern mal mehr, mal weniger. Teilweise kommen wir mit einer Gruppe nicht aus", berichtet Huber. Die Teilnahmekosten für den Sommerkindergarten weichen von den Beiträgen während der regulären Öffnungszeiten nicht ab. Vormittags ist der Besuch kostenlos, die Nachmittagsbetreuung und auch die Krabbelgruppe hingegen nicht.

Zusammenarbeit gestaltet sich "durchwegs positiv"

Der oberösterreichische Familienbund hilft bei der Planung, der Organisation und auch bei der Förderabwicklung für Ferienprogramme. "Über den Familienbund wurden uns auch Pädagoginnen vermittelt, während unsere regulären Kindergärtnerinnen Urlaubszeit abbauen können", erzählt der Hargelsberger Bürgermeister. "Die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden und dem Familienbund gestaltet sich durchwegs positiv", freut sich Huber über die gelungene Kooperation. Auch Gemeinden, die selbst nach Möglichkeiten zur Ferienbetreuung suchen, empfiehlt Huber die Zusammenarbeit mit den Nachbarn. "Es ist schon eine teure G'schicht für wenige Kinder", sagt Huber. Daher doch lieber gemeinsam statt allein.

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