22:05 Uhr  //  KW 12  //  Donnerstag, 21. März 2019  //  7 Kollegen online

© Alexander Haiden / Natur im Garten

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"Natur im Garten" Tipp

Vogelschutz in der Gemeinde

Vögel sind große Sympathieträger in der Bevölkerung. Das belegen die vielen Futter-häuschen die nun in zahlreichen Gärten zu sehen sind. Effektiver Vogelschutz funktio-niert aber nur durch den Erhalt bzw. die Anlage bestimmter Landschaftselemente.

Mehr als 50% der heimischen Vogelarten sind als gefährdet eingestuft. Gründe dafür sind unter anderem der Verlust an Lebensraum und Nahrung. Gemeinden können einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz leisten, denn kommunale Grünflächen dienen als wertvolle Lebensräume und Nahrungsquellen für viele Vogelarten. Hecken und Sträucher sind nicht nur Brutplatz für frei-brütende Arten wie Goldammern oder Drosseln sondern auch Schlafplatz. Die Früchte heimi-scher Sträucher wie Schwarzer Holunder, Liguster, Roter Hartriegel oder Hundsrose dienen obendrein als Nahrungsquelle im Herbst. Im Frühling locken sie mit ihren Blüten Insekten an, welche wiederum einen wichtigen Beitrag zur Jungenaufzucht darstellen. Fremdländische Zier-gehölze wie Forsythie sind in dieser Hinsicht leider wertlos.

In jeder Gemeinde finden sich weniger repräsentative Bereiche, wo es etwas „unordentlicher“ aussehen darf. Gerade solche Strukturen braucht die Natur! Dazu braucht es auch eine Informa-tion der Bevölkerung um ein Verständnis dafür zu schaffen. Grünfinken und Sperlinge sind dankbar wenn man die Wiese etwas höher wachsen lässt, denn sie fressen unreife Gräsersa-men. Distelfinken fressen die Samen des abgeblühten Löwenzahns. In „Gstetten“ wo Wegwar-te oder Disteln blühen und fruchten dürfen, finden sich Girlitz, Distelfinken oder Sumpfmeisen zur Samenreife ein.

Eine blühende und fruchtende Blumenwiese beherbergt zahlreiches Insektenleben. Gerade zur Brutzeit sind viele Singvogelarten auf dieses Insekteneiweiß als Nahrung angewiesen. Ein ungemähter, sonniger Saumbereich aus Wildkräutern am Rand von Hecken sind für viele Klein-tiere wichtig. Speziell im Spätsommer huschen dann diverse Grasmücken- und Laubsängerarten durch dieses Dickicht um Insekten zu fangen.

Rotkehlchen und Zaunkönig profitieren als Bodenbrüter in besonderer Weise von etwas „Unord-nung“ wie Laubmulch unter der Hecke, oder Asthaufen in abgelegenen Winkeln.

Altbaumbestände wie Alleen oder Obstbäume sind besonders für Höhlenbrüter wie Spechte oder in weiterer Folge Meisen, Kleiber oder Wendehals wichtig.

Mehr Information und Anmeldung bei “Natur im Garten” unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per email unter gartentelefon(at)naturimgarten.at.

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