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Zoll - Reiseinformation

Vorsicht: Gefälschte Produkte

Gerade auf Reisen ist für viele der Griff zu vermeintlichen Schnäppchen verlockend. Der Kauf von Fälschungen wird von vielen Konsumentinnen und Konsumenten oft als "Kavaliersdelikt" abgetan oder nur - unter dem Gesichtspunkt der Geldersparnis - für ein vermeintlich günstiges "Schnäppchen" gesehen.

Als Produktpiraterie wird die Fälschung von Markenprodukten unter Missachtung von Urheber- und Markenrechten bezeichnet. Eine nachgemachte Designer-Handtasche von Louis Vuitton, eine gefälschte Luxus-Uhr, ein Tablet angeblich eines namhaften Elektronik-Marke: Produktpiraten, also Fälscher von Markenartikeln, gehen immer dreister vor. Seit einigen Jahren wird der Markt regelrecht überschwemmt mit Plagiaten. Die Nachahmung und Fälschung von Produkten nimmt weltweit zu. Das ist ein schwer wiegendes Delikt, das Auswirkungen auf die Wirtschaft, den fairen Wettbewerb und den Arbeitsmarkt hat.

Gesundheitsbedrohung durch Fälschungen

Gerade die gesundheitlichen Bedrohungen, die von Plagiaten ausgehen, werden angesichts eines vermeintlich günstigen Schnäppchens oftmals nicht ausreichend ernst genommen. So kann die beispielsweise am Strand günstig erworbene Nachahmung einer Marken-Sonnenbrille Augenschäden hervorrufen, da sie schädliche UV-Strahlen nicht ausfiltert. Auch andere mögliche Schäden, die durch Produktfälschungen hervorgerufen werden können, sind keinesfalls einfach abzutun. Von Allergien durch billige giftige Farben in gefälschten Textilien, Hautverätzungen durch gefälschte Waschmittel oder nachgemachte Körperpflegemittel über Verletzungen durch explodierende Mobiltelefone durch Verwendung gefälschter Akkus bis hin zu Verletzungen bei Kindern durch nachgeahmtes Kinderspielzeug, das nicht den geltenden Sicherheitsanforderungen und Qualitätsstandards entspricht - diese teils gravierenden Bedrohungen durch Plagiate rücken den Kauf von Fälschungen weit weg von einer Harmlosigkeit, als die er noch zu oft angesehen wird.

Risiko Medikamentenfälschungen

Die negativen Auswirkungen von Produktpiraterie werden am Beispiel von Medikamentenfälschungen besonders deutlich. Die gefälschten Medikamente werden unter Bedingungen produziert, gelagert und transportiert, die nicht annähernd den geltenden Standards der Pharmaindustrie entsprechen. Das Ergebnis sind oft mit Schadstoffen verunreinigte Medikamente oder Medikamente, die über- oder unterdosiert sind, oder solche, die überhaupt wirkungslos sind. Leider wird auf „Schnäppchenjagd“ oft vergessen, dass man bei Fälschungen niemals beurteilen kann, ob die Qualitätsstandards, die wir uns von Gesundheitsprodukten zu Recht wünschen, bei solchen Waren auch zur Anwendung gekommen sind. Dieses Risiko sollte man im Sinne der eigenen Gesundheit nicht eingehen.

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